Ostdeutsche Großstädte holen auf

"Zukunftsatlas": München weiter Spitze

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München ist seit der Erstauflage des "Zukunftsatlas" Spitzenreiter.

Frankfurt/Berlin - Bayern belegt im Vergleich der Bundesländer regelmäßig Spitzenplätze - auch in einer Kategorie, die in keiner offiziellen Statistik auftaucht: der "Zukunftsfähigkeit".

München ist nicht zu schlagen: Der Landkreis und die Landeshauptstadt belegen laut einer Analyse des Prognos-Instituts auch in diesem Jahr die zwei Spitzenplätze als zukunftsfähigste Regionen Deutschlands, wie das „Handelsblatt“ (Freitag) berichtete. Sie sind damit seit der Erstauflage des „Zukunftsatlas“ im Jahr 2004 Spitzenreiter. Auch in einem erstmals parallel durchgeführten Ranking zu den Perspektiven in der Digitalwirtschaft stehen der Landkreis und die Stadt München an der Spitze. Allerdings gibt es in Bayern auch mehrere „Absteiger“ unter den Kommunen.

Prognos ist ein bekanntes Schweizer Beratungsunternehmen, Messgrößen für die „Zukunftsfähigkeit“ einer Kommune sind eine ganze Reihe von Faktoren, darunter Bevölkerungsentwicklung, Kaufkraft, Kriminalitätsrate, Arbeitslosigkeit und Unternehmensgründungen. Süddeutschland bietet seinen Bewohnern ganz generell bessere Zukunftsaussichten als andere Regionen Deutschlands, wie aus dem Ranking hervorgeht. In Ostdeutschland schließen mehrere Großstädte auf, während die ländlichen Kommunen in den neuen Ländern weiter verlieren. Dresden gilt laut einer aktuellen Studie als frauenfreundlichste Stadt Deutschlands.

Unter den zehn Spitzenregionen in Deutschland sind fünf aus Bayern: Nach Landkreis und Stadt München liegen auf den Plätzen drei, sechs und acht Ingolstadt, Erlangen und der Landkreis Starnberg. In der Kategorie „Wettbewerb und Innovation“ liegt Ingolstadt an der Spitze vor dem Landkreis München auf Platz zwei.

In der Kategorie „Wohlstand und soziale Lage“ belegen bayerische Kommunen sogar acht der zehn Spitzenplätze: die Landkreise Starnberg, München, Bad Tölz-Wolfratshausen, Ebersberg, Dachau, Dingolfing-Landau, Fürth und Fürstenfeldbruck.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) reagierte naturgemäß erfreut und wertete die vorderen Plätze für die bayerischen Kommunen als „Bestnoten für die bayerische Wirtschaftspolitik“. Mit Maßnahmen wie den digitalen Gründerzentren in allen Regierungsbezirken werde die Staatsregierung weiter die Regionen nach Kräften unterstützen.

Allerdings ist der „Zukunftsatlas“ nicht für alle bayerischen Kommunen gleichermaßen erfreulich. Zu den „Top 10 Absteigern“ im Vergleich zur letzten Ausgabe 2013 zählen ebenfalls sechs bayerische Kommunen; die Landkreise Schweinfurt, Haßberge, Bayreuth, Altötting, Ostallgäu und die Stadt Memmingen sind im Ranking nun deutlich weiter unten angesiedelt als vor drei Jahren, liegen aber immer noch sämtlich in der ersten Hälfte der bundesweiten Tabelle von über 400 Kommunen.

dpa

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