Wettbewerbshüter: Fiat darf bei Chrysler einsteigen

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Die US-Wettbewerbshüter haben keine Einwände gegen einen Einstieg des italienischen Autokonzerns Fiat beim US-Autohersteller Chrysler.

Washington - Die US-Wettbewerbshüter haben keine Einwände gegen einen Einstieg von Fiat bei Chrysler. Chrysler will im nächsten Monat ein Viertel seiner Autohäuser in den USA schließen. 

Ein solches Zusammengehen zwischen zwei der größten Autohersteller der Welt wäre unbedenklich, sagte der stellvertretende Direktor der Wettbewerbsabteilung der US-Handelsbehörde FTC, Norman Amstrong, am Donnerstag.

Er hatte der Wirtschafts-Fachagentur Bloomberg in Washington ein Interview gegeben. Seine Behörde arbeite wegen der Kooperationspläne der Automobil-Unternehmen auch eng mit anderen, internationalen Kartellbehörden zusammen.

Der US-Autohersteller Chrysler will sein vor knapp zwei Wochen gestartetes Insolvenzverfahren bis spätestens Ende Juni erfolgreich verlassen. Zur Rettung soll der italienische Fiat-Konzern bei Chrysler einsteigen.

Chrysler gab am Donnerstag bekannt, dass das Unternehmen im nächsten Monat rund ein Viertel seiner Autohäuser in den USA schließen will. Das Netz der Verkaufsstellen sei veraltet, es gebe zu viele Händler, die miteinander konkurrierten, erklärte Chrysler in einer Mitteilung an das Insolvenzgericht.

Bis 9. Juni sollten 789 der insgesanmt 3.200 Geschäfte geschlossen werden. Bei vielen Händler sei der Absatz zu niedrig. Rund 50 Prozent der Händler seien für 90 Prozent des Absatzes in den USA verantwortlich, hieß es. Den betroffenen Händlern wurde am Morgen per Brief mitgeteilt, ob sie von den Streichungen betroffen sind oder nicht. Chrysler Vizechef Jim Press sprach von einer schwierigen, aber notwendigen Entscheidung. Die Liste sei endgültig. Ein Einspruch der Händler sei nicht möglich.

dpa/ap

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