Auftragseinbruch und die Folgen: Epcos streicht mehr als 6000 Stellen

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Zu viele Aufträge bleiben in der Finanzkrise weg: Epcos hat mehr als 6000 Stellen gestrichen.

München - Nach einem drastischen Auftragseinbruch hat der Bauelemente-Spezialist Epcos in den vergangenen Monaten mehr als 6000 Stellen gestrichen.

Die Zahl der Arbeitsplätze sei weltweit auf 22 200 gesunken, teilte die Epcos AG am Mittwoch in München auf der Hauptversammlung mit. “Epcos hat sich auf ein äußerst schwieriges Jahr eingestellt.“

Neben Leiharbeitern waren auch mehr als 2000 eigene Beschäftigte betroffen. Der Umsatz brach in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2009 (Ende September) um 25 Prozent auf 546 Millionen Euro ein. Unter dem Strich entstand ein Verlust von 81 Millionen Euro nach einem Gewinn von 36 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

“Nach wie vor sind über alle Abnehmerbranchen hinweg keine Anzeichen für ein Ende der Rezession erkennbar“, teilte das Unternehmen mit, das unter anderem die Automobilbranche mit elektronischen Bauelementen beliefert. Allerdings hätten viele Kunden ihre Bestände inzwischen auf ein Minimum reduziert. “Zumindest daraus könnte sich für Epcos in der zweiten Geschäftsjahreshälfte 2009 eine moderate Umsatzbelebung ergeben.“

Epcos war im vergangenen Jahr vom japanischen Elektronikkonzern TDK übernommen worden. Dieser hält bereits 96 Prozent der Epcos- Aktien und will die verbliebenen Aktionäre über einen sogenannten Squeeze-Out herausdrängen. Bei der Hauptversammlung in München sollten die Aktionäre dafür grünes Licht geben.

Die Zusammenführung der Unternehmen komme gut voran. “Nicht zuletzt aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds setzen beide Seiten alles daran, das Tempo der Zusammenführung hoch zu halten“, berichtete Epcos. Durch den Zusammenschluss von Epcos und dem Bauelementegeschäft von TDK soll ein weltweit führender Hersteller elektronischer Bauelemente entstehen. In Deutschland ist Epcos neben der Zentrale in München vor allem in Heidenheim in Baden- Württemberg sowie in Berlin aktiv.

dpa

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