Credit Suisse verbietet Deutschland-Reisen

Berlin - Die schweizerische Bank Credit Suisse hat ihren Kundenberaten laut einem Zeitungsbericht verboten, nach Deutschland zu reisen.

Das Institut habe ein im Frühjahr 2010 erstmals eingeführtes und vorübergehend aufgehobenes Verbot wieder aktiviert, berichtete die “Börsen-Zeitung“ (Dienstagausgabe). Dieses gelte seit Sonntag.

Ein Sprecher der Bank wollte den Bericht auf dapd-Anfrage nicht kommentieren. Er sagte lediglich, die Credit Suisse habe ein “striktes Reise- und Bewilligungssystem, welches bei jeder Auslandsreise sicherstellt, dass der Mitarbeiter über die notwendige Schulung und Kenntnisse der jeweils geltenden, länderspezifischen Vorschriften verfügt und diese auch rigoros einhält“.

Nach Darstellung der “Börsen-Zeitung“ ist die jüngste Runde im Steuerstreit zwischen Deutschland und der Schweiz Hintergrund des Reiseverbots. Im Nachbarland waren Haftbefehle gegen drei deutsche Steuerfahnder erlassen worden, die am Kauf einer CD mit Daten von Steuersündern beteiligt waren. Die Deutsche Steuergewerkschaft forderte daraufhin Ermittlungen gegen Mitarbeiter von Schweizer Banken wegen des Verdachts auf Beihilfe zu Steuerhinterziehung.

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Hunde aus dem Tierheim nach Hause bringen

Hunde aus dem Tierheim nach Hause bringen

Intensives Training am Donnerstag

Intensives Training am Donnerstag

„Tag der Menschen mit Behinderungen“ auf dem Freimarkt

„Tag der Menschen mit Behinderungen“ auf dem Freimarkt

Nachgefragt: Das sind die beliebtesten Gewinne auf dem Freimarkt 

Nachgefragt: Das sind die beliebtesten Gewinne auf dem Freimarkt 

Meistgelesene Artikel

"Arm trotz Arbeit": Mehr als drei Millionen Deutsche haben mehrere Jobs

"Arm trotz Arbeit": Mehr als drei Millionen Deutsche haben mehrere Jobs

Uber wehrt sich vor Gericht gegen Lizenzentzug in London

Uber wehrt sich vor Gericht gegen Lizenzentzug in London

Von München nach Berlin: letzter Air-Berlin-Flug ausgebucht

Von München nach Berlin: letzter Air-Berlin-Flug ausgebucht

Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends

Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends

Kommentare