Zeitarbeits-Manager kritisieren eigene Branche

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Düsseldorf - Die Zeitarbeitsbranche nutzt in Deutschland nach Ansicht eines Insiders zahlreiche unsaubere Tricks im Umgang mit ihren Mitarbeitern, die an andere Firmen ausgeliehen werden.

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Es gebe nicht nur einige schwarze Schafe, sondern systematisch genutzte Tricks, sagte der Deutschland-Chef des Zeitarbeitsunternehmens USG People, Marcus Schulz, dem Magazin “Wirtschaftswoche“. Er verlangte klarere Regelungen und einen Selbstreinigungsprozess der Branche. “Immer noch werden Mitarbeiter vorsätzlich falsch eingruppiert, systematisch wird mit Krankenstand und Urlaubsansprüchen getrickst, um einsatzfreie Zeiten zu unterlaufen, die die Unternehmen eigentlich bezahlen müssten, oder um geringfügig Beschäftigte länger einzusetzen als erlaubt“ berichtete Schulz. Es liege an der Branche und den Unternehmen, das zu ändern.

USG People ist nach eigenen Angaben in Europa der viertgrößte Anbieter und gehört dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) an. Schulz sprach sich auch dafür aus, mit der Politik über den Grundsatz des “Equal-Pay“ zu diskutieren, also der von den Gewerkschaften verlangten gleichen Bezahlung von Leih- und Stammkräften. Das werde die Branche nicht ruinieren. Hier agierten die Verbände bislang zu defensiv. “Wir müssen dem Eindruck entgegenwirken, dass wir Geld damit verdienen, dass wir Menschen schlecht für ihre Arbeit bezahlen“, wird Schulz zitiert.

Die Branche stehe enorm unter Druck und müsse beweisen, dass es auch anders gehe. Bislang werden Zeitarbeiter in der Regel nach dem Branchentarifvertrag bezahlt. Eine gleiche Bezahlung im Vergleich zur Stammbelegschaft ist auf freiwilliger Basis möglich und wird auch von verschiedenen Zeitarbeitsfirmen angeboten.

dpa

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