Wettbewerb bei Ferienfliegern verschärft sich

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Wer setzt sich im Kampf um die Kunden durch?

Köln - Immer mehr Konkurrenz trotz gestiegener Kosten: In Deutschland sind nach Ansicht großer Fluggesellschaften zu viele Ferienflieger am Start. Dadurch steigt der Preisdruck, die Branche spricht von "Irrsinn".

Obwohl die Margen vor allem durch hohe Kerosinpreise stark unter Druck stünden, wachse die Zahl der verfügbaren Sitzplätze jährlich um fünf Prozent, sagte Condor-Geschäftsführer Ulrich Johannwille am Mittwoch. Immer wieder drängten neue deutsche Airlines in den Markt. “Das Kapazitätswachstum überholt sich selbst, der Markt verhält sich irrational“, sagte er beim fvw-Tourismus-Fachkongress in Köln.

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

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Air Berlin-Verkaufschef Detlef Altmann schätzt, dass es allein im nächsten Sommer 16 bis 18 neue Ferienflieger in Deutschland geben werde, die dann insgesamt 1,5 Millionen zusätzliche Passagiere transportieren könnten. “Es ist wirklich unsinnig, was da läuft“, sagte Altmann. Der ohnehin schon harte Preiskampf werde sich noch weiter verschärfen. Air Berlin selbst werde “auch in der Touristik das ein oder andere ausdünnen“, in der Summe jedoch ein ähnliches Sitzplatzangebot haben wie jetzt.

“Es wäre falsch, den Ferienflugmarkt regulieren zu wollen“, meinte der Geschäftsführer von Sun Express, Paul Schwaiger. Die türkische Fluggesellschaft, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines, hatte kürzlich eine deutsche Tochtergesellschaft gegründet und drei Flugzeuge in Deutschland stationiert. Im Winter sollen drei weitere Maschinen dazu kommen, die nach Ägypten fliegen sollen. “Diejenigen, die am Ende das beste Konzept haben, werden sich am Markt durchsetzen. Und da wollen wir kräftig mitmischen“, sagte Schwaiger.

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Auch die German Sky Airlines, seit vergangenem November mit einem eigenen Flugzeug am deutschen Markt, will im kommenden Frühjahr mit drei Maschinen unterwegs sein. “Wir haben von unseren Partnern nicht die passende Kapazität bekommen. Jetzt nutzen wir eigene Flugzeuge, um die nötige Flexibilität zu haben“, sagte Geschäftsführer Isa Görgülü zur Begründung. Zuvor hatte das zur türkischen Kayi Group gehörende Unternehmen ausschließlich Sitzplatzkontingente von anderen Fluggesellschaften gekauft.

Condor-Geschäftsführer Johannwille sagte, ein Problem der Branche sei, dass die Angebote der Fluggesellschaften oft alle gleich wirkten, so dass aus Sicht der Kunden häufig der Preis der einzige Unterschied sei. Die Unternehmen hätten es in der Vergangenheit teilweise versäumt, sich zu differenzieren und ihre Besonderheiten herauszuheben. “Da haben die Airlines noch Hausaufgaben zu machen.“

dpa

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