Präzedenzfall

Weiteres Grundsatzurteil zum Mindestlohn erwartet

+
Das Mindestlohngesetz beschäftigt erneut das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Foto: Jens Wolf

Erfurt (dpa) - Das Mindestlohngesetz beschäftigt erneut das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Heute verhandeln die Bundesrichter darüber, ob Geringverdiener einen Anspruch darauf haben, dass der Mindestlohn als Basis für die Berechnung von Nachtzuschlägen dient.

Der Präzedenzfall kommt aus Sachsen. Geklagt hat eine Produktionsarbeiterin aus der Region Bautzen. Ihr Arbeitgeber berechnete den tariflichen Nachtzuschlag von 25 Prozent nach einem älteren sächsischen Metall-Entgelttarifvertrag, der nur einen Stundenlohn von 7,00 Euro vorsah. Die Frau pocht jedoch auf den höheren Mindestlohn als Berechnungsgrundlage. Die Vorinstanzen in Sachsen gaben ihrer Klage statt, ließen aber die Revision zu.

Das Bundesarbeitsgericht hat bisher drei Grundsatzurteile zum Mindestlohngesetz gefällt, das seit 2015 gilt. Die Lohnuntergrenze ist seitdem von 8,50 Euro auf aktuell 8,84 Euro pro Stunde angehoben worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Flächenbrand in der Lindloge zwischen Diepholz und Vechta

Flächenbrand in der Lindloge zwischen Diepholz und Vechta

Putin streitet Einmischung in US-Wahl ab

Putin streitet Einmischung in US-Wahl ab

Fahren E-Autos wirklich anders als "normale" Autos?

Fahren E-Autos wirklich anders als "normale" Autos?

Scheunenbrand in Sage

Scheunenbrand in Sage

Meistgelesene Artikel

Angebot bei Edeka sorgt für Aufregung - geht der Konzern mit diesem Tiefpreis zu weit?

Angebot bei Edeka sorgt für Aufregung - geht der Konzern mit diesem Tiefpreis zu weit?

Neuer Lidl-Rückruf: Achtung! Hersteller warnt vor gefährlichen Bakterien

Neuer Lidl-Rückruf: Achtung! Hersteller warnt vor gefährlichen Bakterien

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Drogeriekette mit seltsamem Namen macht dm und Rossmann Konkurrenz

Drogeriekette mit seltsamem Namen macht dm und Rossmann Konkurrenz

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.