Warnstreiks bei der Post gehen weiter

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Hintergrund der Streiks ist der Aufbau eines Paketzustellernetzes durch die Gründung von 49 regionalen Gesellschaften. Foto: Oliver Berg/Archiv

Berlin (dpa) - Vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt bei der Post hat die Gewerkschaft Verdi ihren Forderungen mit weiteren Warnstreiks Nachdruck verliehen. Bundesweit rechne die Gewerkschaft mit rund 5000 Streikenden, sagte ein Gewerkschaftssprecher.

Der Schwerpunkt des Ausstandes lag im Bereich der Brief- und Paketzustellung. Betroffen waren unter anderem Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg, Bremen und Niedersachsen.

Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis betonte: "Den Beschäftigen ist es ernst. Sie erwarten von ihrem Arbeitgeber endlich ein vernünftiges Angebot." Die fünfte Tarifverhandlungsrunde soll am Mittwoch und Donnerstag in Königswinter bei Bonn stattfinden.

Hintergrund der Streiks ist der Aufbau eines Paketzustellernetzes durch die Gründung von 49 regionalen Gesellschaften. Dort arbeiten bereits mehr als 6000 Menschen, darunter viele ehemals befristet Beschäftigte der Post. Bezahlt werden sie aber zu niedrigeren Löhnen. Verdi sieht in dem Vorgehen einen Vertragsbruch und fordert für 140 000 Beschäftigte als Ausgleich eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeiten von 38,5 auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich.

Das Unternehmen hatte unter anderem angeboten, den Kündigungsschutz für die Beschäftigten um drei Jahre bis 2018 auszuweiten sowie Heiligabend und Silvester wieder als arbeitsfreie Tage einzuführen. Verdi hatte von einer Mogelpackung gesprochen und das Angebot zurückgewiesen.

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