Warentest: Kleine Banken mit hohen Dispozinsen

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Gerade kleinere Banken und Sparkassen kassieren laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest zu hohe Dispozinsen.

Berlin - Gerade kleinere Banken und Sparkassen kassieren laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest zu hohe Dispozinsen.

Insgesamt verlangen derzeit 21 Institute mehr als 14 Prozent für das Überziehen des Girokontos, wie die Stiftung am Dienstag nach einer Auswertung von 1000 Anbietern mitteilte. Kleine Regionalinstitute seien darunter stark vertreten.

Ermittelt wurden insgesamt Zinssätze zwischen sechs und knapp 17 Prozent, im Schnitt wurden 12,52 Prozent berechnet. Zweistellige Sätze passten aber nicht zu den historisch niedrigen Zinsen, zu denen sich die Banken Geld selbst beschaffen. Eine Stichprobe der Grünen-Bundestagsfraktion hatte am Montag ein ähnliches Bild ergeben.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) forderte die Branche auf, ihre Zinspolitik zu überdenken und sich fair zu verhalten. “Banken dürfen sich nicht auf Kosten der Verbraucher sanieren.“ Hintergrund ist, dass die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts der Finanzmarktkrise den Leitzins von 4,25 Prozent im Oktober 2008 massiv gesenkt hat.

Zuletzt bestätigte die EZB Anfang September das Rekordtief von 1,0 Prozent. Der wichtigste Zins zur Versorgung der Banken mit Zentralbankgeld verharrt bereits seit Mai 2009 auf diesem Niveau. dpa

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