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Aus und vorbei? VW will beliebte Marke zu Grabe tragen

Volkswagen prescht mit aller Energie in Richtung E-Mobilität. Für eine populäre Konzernmarke scheinen die Tage gezählt.

Martorell - Volkswagen* befindet sich auf einer Elektromobilität-Offensive. Bei einem Besuch der Seat-Werke in Spanien anlässlich des 70. Geburtstags des spanischen Autoherstellers deutet VW-Konzernchef Herbert Diess* einen weiteren drastischen Schritt an. Seat hat wohl ausgedient und soll durch Cupra ersetzt werden.

Seat soll wohl durch Cupra ersetzt werden

Wenn es nach Herbert Diess geht, soll Seat in naher Zukunft zu einer reinen Elektromarke umgewandelt werden. Das kündigte der Konzernchef nach seinem Besuch, an dem unter anderem der spanische König Felipe VI teilnahm, auf LinkedIn an. Dabei erhofft der Konzernchef augenscheinlich auch die Unterstützung der Europäischen Kommission. „Die Modernisierung von Industriestrukturen und die Schaffung zukunftssicherer Arbeitsplätze könnten eine starke Blaupause für die gesamte Region bilden. Wir hoffen, dass die EU-Kommission den politischen Willen hat, dieses Vorzeigeprojekt von historischer Bedeutung für Spanien Realität werden zu lassen.“, so Diess.

Allerdings blieb nach dem Treffen die Frage offen, welche der beiden Marken davon profitieren werden. Seat oder die Seat-Tochter Cupra? Denn in seinem Post auf LinkedIn ist nicht die Rede von Seat, sondern ausschließlich Cupra, obwohl doch das 70-jährige Jubiläum der Besuchsanlass war. Außerdem ließ der VW-Chef durch seine Anmerkung „weltweit“ durchblicken, dass die Wahl wohl auf den Cupra fallen wird. Zeitlich passend zu dem Termin wurde auch noch der eigentlich als elektrischer Seat geplante „el Born“ zu Cupra verlagert. Der Verkauf soll nächstes Jahr starten. Der „el Born“ die sportlichere Version des ID.3 werden. Das Portal Business Insider vermutet deswegen und mit Bezug auf eigene Quellen, dass Volkswagen* plant Seat auslaufen zulassen und sich fortan auf die Produktion von Cupras zu konzentrieren.

Seat und Curpa: Spanien dürfte wichtige Rolle bei Elektromobilität spielen

Hingegen Seat von Volkswagen wohl zu Grabe getragen wird, sollen andere VW-Kernmarken weiterhin einen Verbrenner-Nachfolger erhalten. Volkswagen kündigte zwar in einem Strategiepapier für das Jahr 2030 den Absatz der Elektroautos auf 70 Prozent in Europa zu erhöhen, doch Kernmarken wie der Golf, Passat und Tiguan sollen noch einen Verbrenner erhalten. Für die Kernmodelle VW Arteon, Touran oder Sharan wird es hingegen wohl keine Nachfolger mehr geben. Auch die Passat-Limousine, Tiguan Allspace oder T-Roc Cabrio dürften keinen Nachfolger mehr erhalten. (phf) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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