Schadenersatzklagen

VW-Abgasskandal: Volkswagen verpflichtet US-Staranwalt Feinberg

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Volkswagen hat den renommierten Anwalt Kenneth Feinberg verpflichtet.

Wolfsburg - Angesichts der Welle an Schadenersatzklagen in den USA wegen des VW-Abgasskandals hat Volkswagen den renommierten Anwalt Kenneth Feinberg verpflichtet.

Feinberg werde einen "unabhängigen, fairen und zügigen Prozess" für die Begleichung der Schadenersatzforderungen erarbeiten, teilte VW am Donnerstag mit. Der Anwalt hatte bereits im Skandal um defekte Zündschlösser beim US-Autobauer General Motors (GM) den Entschädigungsfonds verwaltet.

"Seine ausgiebige Erfahrung im Umgang mit diesen komplexen Angelegenheiten wird helfen, uns dabei zu leiten, die Dinge mit unseren Kunden wieder in Ordnung zu bringen", erklärte der Chef von Volkswagen of America, Michael Horn. Feinberg kündigte in der VW-Pressemitteilung an, dass er "umgehend" mit der Arbeit beginnen werde. "Wir hoffen, so schnell wie möglich ein Entschädigungsprogramm zu entwickeln", fügte er hinzu. Neben dem GM-Entschädigungsfonds hatte sich Feinberg auch um die Schadenersatzforderungen gegen den Ölmulti BP nach der Ölpest im Golf von Mexiko gekümmert.

Volkswagen steckt derzeit in einer tiefen Krise. Im September hatte der Autobauer zugeben müssen, dass weltweit bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen mehrerer Marken eine Manipulations-Software eingesetzt wurde, die den Stickoxid-Ausstoß im Testbetrieb zu niedrig auswies. Durch Strafen, Rückrufaktionen und Entschädigungen kommen auf den Wolfsburger Konzern Milliardenkosten zu.

AFP

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