Aktionäre machen Druck

Vorwürfe gegen Werbemogul Sorrell

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WPP-Chef Martin Sorrell weist die Vorwürfe zurück. Foto: Facundo Arrizabalaga/EPA

London (dpa) - Martin Sorrell, Chef beim Werbegiganten WPP, gerät nach Vorwürfen wegen "persönlichen Fehlverhaltens" immer stärker unter Druck. Das britische Unternehmen hatte eine interne Untersuchung angekündigt, bei der es nach Informationen des "Wall Street Journal" um Missbrauch von Firmenvermögen geht.

Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, müsse Sorrell seinen Hut nehmen, forderte laut "Financial Times" nun einer der größeren Aktionäre, Mawer Investment Management. WPP werde auch ohne den langjährigen Chef überleben.

Sorrell selbst weist die Vorwürfe klar zurück. Er verstehe aber, dass WPP ihnen nachgehen müsse, erklärte der 73-Jährige. Er fühle sich dem Unternehmen, den Angestellten, Kunden und Anteilseignern absolut verpflichtet.

Sorrell führt das Unternehmen, zu dem auch die deutsche Agentur Scholz & Friends gehört, seit mehr als drei Jahrzehnten und hat WPP vom Einkaufswagen-Hersteller zum weltgrößten Werbekonzern gemacht. Zuletzt hatte der Werbegigant allerdings Probleme. Der Aktienkurs fiel innerhalb eines Jahres um 35 Prozent, unter anderem weil die großen Marken weniger Geld in klassische Werbung investieren.

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