Zeitungsbericht

Auch ältere Euro-6-Wagen von VW müssen Software nachbessern

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Der VW-Konzern verkaufte im Oktober mit 490 000 Autos weltweit 5,3 Prozent weniger Fahrzeuge der Kernmarke VW als ein Jahr zuvor.

Wolfsburg  - Auch einige ältere Autos von VW, die bereits die schärfere Euro-6-Abgasnorm erfüllten, müssen einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Affäre um manipulierte Messwerte in die Werkstatt.

Nach Informationen der „Heilbronner Stimme“ (Samstag) geht es dabei um den schon bekannten Motor EA 189, der im Zentrum des Skandals um geschönte Stickoxid-Emissionen steht.

Ein Konzernsprecher sagte am Freitagabend auf dpa-Anfrage, es handle sich nur um eine geringe Stückzahl von Modellen, die ab dem Jahr 2009 verkauft worden seien und die man im Laufe interner Untersuchungen zu verschiedenen Kombinationen von Motoren und Modellen identifiziert habe. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe Unregelmäßigkeiten bei diesen Fahrzeugen schon festgestellt.

Die Software, die die Abgasreinigung im Testbetrieb künstlich verstärkt, war nach bisherigen VW-Angaben nur in Motoren der älteren Euro-5-Norm eingesetzt. Dem Zeitungsbericht zufolge benötigen nun aber auch einige Euro-6-Wagen ein Update des Programms.

VW erklärte, sie seien mit dem bekannten EA-189-Motor ausgestattet - erweitert um ein System zur Stickoxid-Minderung (SCR) - und im Passat und Passat CC 2009 auf den Markt gebracht worden. Sie hätten die damals neue Euro-6-Norm schon erfüllt. Es handele sich aber um eine - verglichen mit den übrigen Fällen - sehr geringe Zahl, in denen das System zu jener Zeit als eine Art Sonderausstattung angeboten worden sei.

Am Sonntag (15. November) läuft die Frist aus, bis zu deren Ende VW dem KBA einen Lösungsvorschlag für die manipulierte Software bei den mittelgroßen 1,6-Liter-Dieseln vorlegen muss. Nach Informationen von „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR stellt das Unternehmen das Ergebnis der Untersuchungskommission des Verkehrsministeriums am Montag vor.

Dabei sollen Testfahrten geplant sein. Bei diesem Antrieb soll es mit einem Austausch der Software nicht getan sein, auch Hardware am Motor wird verändert. Bei der großen 2,0-Liter-Variante des EA 189 soll ein Updatfe reichen. Eine Lösung für die kleine Ausgabe mit 1,2 Litern Hubraum wird derzeit noch erarbeitet, hier läuft die Frist des KBA am 30. November aus.

dpa

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