Volks- und Raiffeisenbanken beklagen externen Fusionsdruck

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Eine Filiale der Hannoverschen Volksbank. Foto: Sebastian Kahnert/Illustration

Frankfurt/Main (dpa) - Der Verband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sieht seine Institute wegen der Niedrigzinsen und schärferer Regulierung immer mehr unter Fusionsdruck.

Die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) greife "das Geschäft aller Banken im Kern" an, klagte der Präsident des Bundesverbandes, Uwe Fröhlich, im Interview mit der "Börsen-Zeitung" (Mittwoch). "Gerade Institute mit einem starken Einlagenüberhang wie wir, für den wir mittlerweile bei der EZB einen Negativzins bezahlen müssen, werden zu grundsätzlichen strategischen Veränderungen gezwungen." Die Notenbankpolitik sei nicht nur Gift für die Finanzbranche, sondern auch "für die Altersvorsorge von uns allen".

Bei den Volks- und Raiffeisenbanken wird im laufenden Jahr mit bis zu 50 Zusammenschlüssen gerechnet, dies wären fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Daran sei auch die Regulierung als Reaktion auf die Finanzkrise schuld, sagte Fröhlich. Denn es würden allen Instituten die gleichen Vorgaben aufgezwungen, unabhängig von Größe und Risiken. "Wenn Banken aus regulatorischer Überlastung ihr Heil in Zusammenschlüssen suchen müssen, dann ist doch offensichtlich etwas schiefgelaufen", sagte der BVR-Präsident.

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