Verkauf der GE-Haushaltsgeräte-Sparte an Electrolux gescheitert

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Im September 2014 hatte Electrolux die Übernahme mit GE vereinbart. Als Kaufpreis wurden 3,3 Milliarden US-Dollar (3,03 Mrd Euro) ausgehandelt. Foto: Etienne Laurent

Der Industriekoloss General Electric will zurück zu seinen Wurzeln. Zu diesem Zweck soll vieles abgestoßen werden. Kartellbehörden sind nicht mit allem einverstanden. Deshalb ist nun ein Geschäft geplatzt.

Fairfield/Stockholm (dpa) - Der geplante milliardenschwere Verkauf der Haushaltsgeräte-Sparte von General Electric (GE) an den schwedischen Konkurrenten Electrolux ist gescheitert.

Der US-Mischkonzern erklärte am Montag den Ausstieg aus dem vor mehr als einem Jahr vereinbarten Geschäft. Grund sind die massiven Bedenken der US-Wettbewerbshüter, die eine zu große Marktmacht der Schweden befürchtet hatten.

Electrolux (Marken Electrolux, AEG, Zanussi u.a.) zeigte sich enttäuscht. Das Unternehmen äußerte die Ansicht, dass mit einigen Zugeständnissen das Geschäft doch noch erfolgreich hätte über die Bühne gehen können. Sie hatten sich von der Übernahme viele Kostenvorteile für ihr US-Geschäft versprochen. Die Aktie des Unternehmens rauschte bis zeitweilig um fast zwölf Prozent in den Keller. Sie hatte allerdings in den vergangenen zwei Jahren auch 50 Prozent zugelegt.

Im September 2014 hatte Electrolux die Übernahme mit GE vereinbart. Als Kaufpreis wurden 3,3 Milliarden US-Dollar (3,03 Mrd Euro) ausgehandelt. Wegen des Rückziehers verlangt GE von Electrolux nun die Zahlung einer Vertragsstrafe von 175 Millionen Dollar. Der Verkauf war eigentlich fester Bestandteil des harten Konzernumbaus bei den Amerikanern. Der Konzern betonte, dass das Geschäft mit Haushaltsgeräten erfolgreich laufe. Es soll nun in eigener Regie weitergeführt werden, während neue Verkaufsoptionen geprüft würden.

Electrolux hatte in den Verhandlungen mit den Behörden darauf verwiesen, dass ein ähnlicher Zusammenschluss der Konkurrenten Whirlpool und Maytag 2006 keine Preissteigerungen für die Kunden zur Folge hatte. Das zuständige Justizministerium in Washington hatte Preisanstiege für die Kunden befürchtet. Vor allem bei Kochherden und Backöfen hätte es eine zu große Marktmacht für die Schweden gegeben.

Electrolux-Chef Keith McLoughlin wies das zurück. Die Behörden hätten einen "unrealistischen Blick" auf den Markt, der in Wirklichkeit sehr umkämpft sei. Er erklärte, dass sein Konzern auch ohne GE starke Wachstumsaussichten habe. In diesem Jahr hätten sich die Ergebnisse in Nordamerika bereits aus eigener Kraft erholt. Electrolux ist in den USA mit Marken unter dem eigenen Namen und dem Namen Frigidaire vertreten. In Deutschland ist AEG ein wichtiges Standbein.

Electrolux-Marken

Electrolux-Mitteilung zu GE

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