Verdi fordert Investitionen und mehr Zeit für Karstadt

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Das Karstadt-Logo steht am Eingang des Parkhauses. Foto: Martin Gerten/Illustration

Berlin (dpa) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Umbaupläne der Karstadt-Führung scharf kritisiert und mehr Zeit für die Umsetzung neuer Konzepte gefordert.

Ohne Investitionen und ohne die Möglichkeit, dass einzelne Filialen ausreichend Zeit bekommen, sich mit einem tragfähigen Konzept am Markt zu behaupten, werde jede Darstellung, die Häuser sollten noch eine Chance bekommen, zur Farce, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Sonntag laut Mitteilung.

Die Karstadt-Führung verkünde scheibchenweise schlechte Nachrichten. Das sei vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft kontraproduktiv, sagte Nutzenberger. Es entstehe der Eindruck, dass das Interesse an den Immobilien und eine rücksichtslose Sanierung auf dem Rücken der Beschäftigten im Vordergrund stünden. Wolle man die Kunden tatsächlich in den Mittelpunkt rücken, brauche es mehr und nicht immer weniger Beschäftigte auf der Fläche.

Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl will bereits bis Mitte 2015 bei den defizitären Warenhäuser die Wende schaffen. Für die Filialen, bei denen das nicht gelungen sei, werde es andere Lösungen geben, hatte der Manager am Freitag in einem Brief an die Mitarbeiter geschrieben. Es gehe aber nicht nur um Schließungen, "sondern darum, dass wir so viel wie möglich von Karstadt erhalten können". Die Zeit sei knapp und es stünden schmerzhafte Entscheidungen bevor.

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