"Brief reicht nicht"

Verbraucherzentralen fordern Wiedergutmachung für VW-Kunden

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Vor einem Jahr war der Diesel-Skandal bei Volkswagen bekannt geworden. Foto: Julian Stratenschulte

Berlin (dpa) - Ein Jahr nach Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei Volkswagen pochen die Verbraucherzentralen auf Wiedergutmachung für betroffene Autobesitzer. Die Kunden warteten immer noch vergeblich auf einen Ausgleich für die Manipulation an der Abgasreinigung ihrer Fahrzeuge.

"Das ist ein Skandal nach dem Skandal", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Ein freundlicher Brief und eine kostenlose Umrüstung reichten als Wiedergutmachung nicht aus.

Am 18. September 2015 hatte die US-Umweltbehörde EPA bekannt gemacht, dass Volkswagen den Schadstoffausstoß von Diesel-Autos in Tests mit einer Software gezielt drückt. In Deutschland muss die Software aus 2,4 Millionen Autos entfernt werden. Entschädigungszahlungen hat der Konzern bisher nur seinen Kunden in den USA angeboten.

Die Verbraucherzentralen kritisierten, dass erst ein Teil der Halter überhaupt zur Umrüstung geladen worden sei. "Die anderen fahren seit einem Jahr mit diesem eigentlich ja nicht zulässigen Auto herum", sagte vzbv-Mobilitätsexpertin Marion Jungbluth der dpa. Der Konzern solle zudem rechtsverbindlich garantieren, dass durch die Umrüstung keine Eigenschaften wie Kraftstoffverbrauch oder Leistung verändert werden. Schriftlich zusichern solle VW auch eine Übernahme möglicher Folgekosten, falls später Probleme auftauchen sollten.

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