Schwache Inlandsnachfrage

Verbraucherpreise in Japan sinken achten Monat in Folge

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Einkaufspassage in Hiroshima: Die japanische Notenbank versucht seit geraumer Zeit, mit einer extrem lockeren Geldpolitik gegen die sinkenden Verbraucherpreise vorzugehen. Foto: Tim Brakemeier

Tokio (dpa) - In Japan bleibt die Entwicklung der Verbraucherpreise trotz Negativzinsen und milliardenschwerer Wertpapierkäufe durch die Notenbank schwach.

Im Oktober seien Konsumgüter ohne frische Lebensmittel erneut billiger geworden, teilte die Regierung am Freitag in Tokio mit. Dies ist ein Beleg für eine anhaltend schwache Inlandsnachfrage - sinkende Preise können zudem die Wirtschaft nachhaltig lähmen.

Der Rückgang habe im Oktober landesweit 0,4 Prozent betragen und lag damit im Rahmen der Erwartungen seitens der von Bloomberg befragten Experten. Die Inflation war damit den achten Monat in Folge negativ. Die damit längste Minus-Serie seit fünf Jahren ist nach Experteneinschätzung ein Beleg dafür, wie weit die Regierung und die Notenbank von ihrem Ziel einer Teuerungsrate von plus zwei Prozent entfernt sind.

Die japanische Notenbank versucht seit geraumer Zeit, mit einer extrem lockeren Geldpolitik gegen die sinkenden Verbraucherpreise vorzugehen. Das angestrebte Inflationsziel von plus zwei Prozent musste immer weiter in die Zukunft verschoben werden.

Die schwache Preisentwicklung ist unter anderem ein Zeichen einer schwachen Nachfrage im Inland. Sie birgt zum Beispiel die Gefahr, dass Verbraucher Kaufentscheidungen aufschieben und damit die Wirtschaft weiter lähmen. Da die Preise in vielen Ländern auf der Stelle treten, orientieren sich derzeit viele Notenbanken weltweit bei ihrer Politik unter anderem an einem Inflationsziel.

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