Besonders im Textilhandel

Verbrauch von Kunststofftüten rapide gesunken

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Plastiktüten sind im Einzelhandel immer noch weit verbreitet.

Die Bezahlpflicht für Plastiktüten zeigt Wirkung: Die deutschen Verbraucher greifen nicht mehr so häufig zur Kunststoff-Tragetasche wie früher.

Berlin/Düsseldorf - Im vergangenen Jahr sei der Konsum von 68 auf 45 Tüten je Bundesbürger gefallen, teilte der Handelsverband Deutschland in Berlin mit. Damit schrumpfte der Verbrauch der umweltschädlichen Taschen um ein Drittel. Die Vereinbarung zwischen Bundesumweltministerium und HDE über die Einführung der Bezahlpflicht für Kunststofftragetaschen zeige Wirkung, hieß es weiter. Deutschland setzt mit der Vereinbarung eine entsprechende EU-Vorgabe um, wonach der Verbrauch der Kunststofftüten in den Mitgliedstaaten bis 2019 auf 90 Tüten und bis 2025 auf 40 Tüten pro Einwohner und Jahr reduziert werden soll.

Mit dem deutlichen Rückgang habe der Handel bereits das europäische Ziel für 2025 erreicht. Der HDE berief sich auf neue Zahlen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM).

Danach verringerte sich der Verbrauch von Plastiktüten im Vergleich zu 2015 um zwei Milliarden Stück auf 3,6 Milliarden Tüten. Die stark rückläufigen Effekte seien vor allem mit Textileinzelhandel massiv gewesen, berichtete HDE-Sprecher Kai Falk: "Modehändler berichten von rückläufigen Umsätzen zwischen 50 bis 80 Prozent".

Inzwischen verzichteten Unternehmen verschiedener Branchen komplett auf Einwegtragetaschen aus Plastik und böten Mehrwegtaschen an.

dpa/afp

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