US-Paketkonzern FedEx übernimmt niederländische TNT Express

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Die EU-Kommission hatte den Deal nach einer besonders gründlichen Wettbewerbsuntersuchung im Januar gebilligt. Foto: Peter Foley/Stephen Morrison

Der US-Logistikkonzern FedEx rückt der Deutschen Post auf die Pelle. Durch die Übernahme von TNT Express entsteht ein neuer Paketriese in Europa.

Amsterdam (dpa) - Die Milliardenübernahme auf dem Paketmarkt ist perfekt: Der US-amerikanische Logistikkonzern FedEx hat seinen niederländischen Konkurrenten TNT Express für 4,4 Milliarden Euro übernommen.

Das teilten beide Unternehmen in Amsterdam mit. Damit ist FedEx nun einer der größten Paketzusteller in Europa, und einer der größten Konkurrenten für Marktführer Deutsche Post DHL.

Die EU-Kommission hatte den Deal nach einer besonders gründlichen Wettbewerbsuntersuchung im Januar gebilligt. Zuvor war die geplante Übernahme durch den US-Paketdienst UPS für 5,2 Milliarden Euro an den Wettbewerbshütern gescheitert.

FedEx will seine Aktivitäten vor allem in Europa ausbauen, wo DHL und auch UPS die wichtigsten Konkurrenten sind. Die EU-Kommission erwartetet nicht, dass durch die Übernahme Nachteile für die Verbraucher etwa durch höhere Preise entstehen.

Der Präsident von FedEx Europe und neue Chef von TNT, David Binks, erwartet ein beträchtliches Wachstum für den Konzern. "Der weltweite Paketmarkt wächst weiter, und wir werden gemeinsam davon viel stärker profitieren." Vor allem der Online-Handel werde um 15 Prozent zunehmen, sagte er.

Die Amerikaner sind mit rund 11,5 Millionen Paketen täglich weitaus größer als TNT, das täglich rund eine Million Pakete transportiert. Doch sieht FedEx vor allem in dem gut ausgebauten Straßennetzwerk von TNT in über 40 Ländern ein großen Zugewinn. FedEx verfügt bereits über ein großes Transportnetz in der Luft.

Der Konzern mit rund 400 000 Mitarbeitern schließt Entlassungen vorerst aus. Der europäische Hauptsitz der Amerikaner wird nun von Brüssel aus nach Hoofddorp bei Amsterdam verlegt. Der Firmenname TNT Express soll nach den Worten von Binks vorerst bestehen bleiben.

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