Über 600 Millionen Euro

US-Hypothekenstreit: Credit Suisse muss blechen

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Das Logo der Credit Suisse in Zürich.

Zürich - Die Finanzkrise holt die Credit Suisse ein. Die schweizer Bank muss für US-Hypothekendeals aus den Jahren 2005 bis 2007 geradestehen - mit einer dreistelliger Millionensumme.

Mit der Credit Suisse leistet die nächste Großbank Abbitte für Hypothekengeschäfte kurz vor der Finanzkrise. Die Schweizer zahlen im Rahmen eines Vergleichs 885 Millionen Dollar (600 Millionen Euro) an die staatlichen US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, wie die Aufsichtsbehörde FHFA am Freitag (Ortszeit) in Washington mitteilte. Damit werden Rechtsstreitigkeiten beendet.

Die FHFA hatte 2011 insgesamt 18 Finanzkonzerne verklagt, die Fannie Mae und Freddie Mac Hypothekenpapiere verkauft hatten. Der Vorwurf: Die Banken hätten die darin enthaltenen Hauskredite zu rosig dargestellt. In der ab 2007 hereinbrechenden Finanzkrise hatten derartige Hypothekenpapiere massiv an Wert verloren. In der Folge musste der Staat bei den Immobilienfinanzierern rettend einspringen.

Credit Suisse rutscht wegen Zahlung in die roten Zahlen

Mit dem aktuellen Fall sind nun die Hälfte aller Klagen durch Vergleiche beigelegt worden. Die Deutsche Bank etwa hatte sich Ende vergangenen Jahres auf die Zahlung von 1,9 Milliarden Dollar geeinigt. Auch die großen US-Banken griffen teils tief in die Tasche, insbesondere Branchenprimus JPMorgan. Für die Beilegung des juristischen Streits zahlte die Wall-Street-Bank 4 Milliarden Dollar. Für weitere 1,1 Milliarden Dollar kaufte sie den beiden Finanzierern einen Teil der alten Hypothekenpapiere wieder ab.

Die Credit Suisse erklärte in Zürich, mit der Zahlung sei ihr bedeutendster Rechtsstreit mit Anlegern rund um Hypothekenkredite beigelegt. Es ging um Geschäfte aus den Jahren 2005 bis 2007 im Volumen von 16,6 Milliarden Dollar. Die jetzige Zahlung führt allerdings dazu, dass die Bank im vierten Quartal in die roten Zahlen rutscht, und zwar mit 8 Millionen Franken (7 Millionen Euro). Im Gesamtjahr kommt sie nun auf einen Reingewinn von 2,8 Milliarden Franken.

dpa

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