Union: Zustände in Fleischbranche nicht hinnehmbar

Berlin - Lohndumping und unfaire Arbeitsbedingungen: Die Missstände in deutschen Schlachthöfen stoßen auch in der Union auf Kritik.

„Lohndumping, Endlos-Ketten von Werkverträgen zur Umgehung von fairen Arbeitsbedingungen sowie menschenunwürdigen Lebensverhältnissen muss ein wirkungsvoller Riegel vorgeschoben werden“, sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Karl Schiewerling (CDU), am Dienstag in Berlin. Es gebe „eklatante Verwerfungen im Umgang mit Mitarbeitern in einigen Betrieben der Fleischindustrie“.

Nun sei vor allem die Branche selbst gefordert. „Sie sollte umgehend eine Tariffähigkeit herstellen, damit tarifliche Mindestlöhne vereinbart und auch wirklich an die Mitarbeiter ausgezahlt werden. Die Arbeitgeber sind aufgefordert, einen Arbeitgeberverband zu gründen, um mit den Gewerkschaften faire Tarifverträge abzuschließen“.

Die Union werde „die zum Teil menschenverachtenden Zustände nicht hinnehmen“, kündigte Schiewerling an. Die bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten sollen nach seinen Worten „konsequent“ genutzt werden. Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften seien zusammen gefordert.

# dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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