Anzeichen für Ende der Wirtschaftskrise mehren sich

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Die Anzeichen für ein Ende der Wirtschaftskrise mehren sich.

Wiesbaden - Die Umsätze in der deutschen Industrie sind im Mai so stark gestiegen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Sie kletterten gegenüber dem Vormonat um 4,6 Prozent.

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Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. “Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass der starke Anstieg auf einem sehr niedrigen Niveau basierte“, sagte eine Statistikerin. Denn die Industrieumsätze lagen arbeitstäglich- und preisbereinigt noch immer um deutliche 19,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im April hatte das Minus im Jahresvergleich bei 23,3 Prozent gelegen. Insbesondere die Auslandsgeschäfte zogen im Mai wieder an. Der Auslandsumsatz stieg gegenüber dem April um 6,9 Prozent, der Inlandsumsatz um 2,8 Prozent. Im Jahresvergleich erlöste die Industrie jedoch im Inland noch immer 14,6 Prozent weniger als im Vorjahr, im Ausland sogar fast ein Viertel (minus 24,0 Prozent).

Außenhandel im Mai um fast ein Viertel gesunken

Den deutschen Außenhandel trifft die Wirtschaftskrise jedoch noch immer mit voller Kraft: Das Volumen der Exporte und Importe sank im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um jeweils rund ein Viertel. Im Vergleich zum April dieses Jahres gab es allerdings eine leichte Erholung, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Nach den vorläufigen Zahlen wurden im Mai 2009 von Deutschland Waren im Wert von 60,7 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 51,1 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im Mai 2009 um 24,5 Prozent und die Einfuhren um 22,6 Prozent niedriger als im Mai 2008.

Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt jedoch gegenläufig: Während die Ausfuhren gegenüber April 2009 um 0,3 Prozent stiegen, nahmen die Einfuhren um 2,1 Prozent ab.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2009 mit einem Überschuss von 9,6 Milliarden Euro ab. Im Mai 2008 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 14,5 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im Mai 2009 der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 10,3 Milliarden Euro. Die meisten Im- und Exporte gab es in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) mit einem Volumen von 38,9 Milliarden Euro bei den Ausfuhren und 33,4 Milliarden Euro bei den Einfuhren.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union - die sogenannten Drittländer - wurden im Mai 2009 Waren im Wert von 21,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 17,7 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. 

dpa/ap

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