Weltwirtschaftsforum in Davos

Ukraines Präsident wirbt mit Steuer-Freiheit um Investoren

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Im schweizerischen Davos treffen sich derzeit insgesamt mehr als 3000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unter dem Motto "Für eine gemeinsame Zukunft in einer zerrütteten Welt". Foto: Gian Ehrenzeller

Davos (dpa) - Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat auf dem Weltwirtschaftsforum mit Nachdruck um ausländisches Kapital geworben. Dazu kündigte Poroschenko in Davos Steuerreformen an. Die Einkommenssteuer solle ersetzt werden.

"Das heißt, wer in unser Land investiert, wird mit null Prozent besteuert." Erst bei Kapitalabzug würden Steuern fällig, sagte der Staatschef am Morgen auf einer Veranstaltung der Viktor Pintschuk Stiftung in Davos. Er habe am Rande des Weltwirtschaftsforums zahlreiche Gespräche mit Top-Investoren aus aller Welt geführt.

Der Zufluss ausländischer Direktinvestitionen in die Ukraine war 2017 leicht auf etwas mehr als zwei Milliarden US-Dollar gesunken.

Die Reformen der vergangenen Jahre - etwa bei Rente, Gesundheitswesen, Bildung oder Justiz - seien zwar schmerzhaft, aber absolut notwendig gewesen. "Niemand hat erwartet, dass wir so erfolgreich und effektiv sein werden", sagte Poroschenko.

"Wir tun alle diese Dinge während der russischen Aggression", sagte der Staatschef. Sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts würden für Sicherheit eingesetzt. Zehntausende Ukrainer setzten jeden Tag ihr Leben ein für die Freiheit Europas. "Dies ist kein eingefrorener Konflikt. Dies ist ein heißer Krieg."

Die Ukraine beschuldigt Russland, die Separatisten im Osten der Ex-Sowjetrepublik mit Kämpfern und Waffen zu unterstützen und selbst Soldaten einzusetzen. Moskau weist dies scharf zurück und wirft Kiew einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung vor.

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