Trotz Spannungen mit Europa

Türkische Wirtschaft legt deutlich zu

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Der türkische Präsident Erdogan während einer Veranstaltung: Politisch sind die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU seit Monaten angespannt. Foto: Presidency Press Service

Istanbul (dpa) - Die türkische Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2017 trotz der politischen Spannungen mit dem wichtigsten Handelspartner Europa erneut deutlich gewachsen.

Das türkische Statistikamt (Turkstat) teilte mit, verglichen mit dem Vorjahresquartal sei ein Wirtschaftswachstum von 5,1 Prozent verzeichnet worden. Der Wert war vergleichbar mit dem des ersten Quartals, in dem nach bereinigten Turkstat-Angaben 5,2 Prozent erzielt worden waren.

Das jüngste Wachstum übertrifft erneut das der beiden ersten Quartale 2016 (4,8 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent) - den letzten vor dem Putschversuch in der Türkei. Der Putschversuch vom Juli 2016 und die politische Instabilität hatten im dritten Quartal 2016 erstmals seit dem Krisenjahr 2009 dazu geführt, dass die Wirtschaft geschrumpft war (minus 0,8 Prozent). Im Gesamtjahr 2016 war die Wirtschaft nach offiziellen Angaben trotzdem noch um 2,9 Prozent gewachsen.

Politisch sind die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU - und dort besonders mit Deutschland - seit Monaten angespannt. Die Bundesregierung hat angesichts der Inhaftierung von Deutschen wie dem "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei angekündigt, wirtschaftlichen Druck auf Ankara ausüben zu wollen. Yücel sitzt seit Februar ohne Anklage unter Terrorvorwürfen in Untersuchungshaft.

Turkstat-Mitteilung (Englisch)

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