Energie am stärksten verteuert

Trotz EZB-Geldschwemme: Inflation in Eurozone bleibt niedrig

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Für EZB-Chef Mario Draghi hat die Inflation in der Eurozone noch nicht die angestrebte Höhe erreicht. Foto: Arne Dedert

Luxemburg (dpa) - Die Inflation in der Eurozone ist im Juli trotz des billigen Geldes der EZB relativ schwach geblieben. Wie im Vormonat seien die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,3 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat nach einer zweiten Schätzung mit.

Analysten hatten mit der Bestätigung einer ersten Schätzung gerechnet. Damit verharrte die Teuerung auf dem niedrigsten Wert in diesem Jahr.

Allerdings stieg die Kernteuerung, die schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel ausschließt, leicht um 0,1 Punkte auf 1,2 Prozent. Auch hier bestätigte Eurostat wie erwartet die erste Schätzung.

Die Kerninflation gilt als die verlässlichere Größe zur Abschätzung der Preisentwicklung. Deshalb hat sie eine große Bedeutung für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie strebt für den Euroraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an und versucht das Ziel mit extrem niedrigen Zinsen und einem milliardenschweren Kaufprogramm von Anleihen zu erreichen.

Spürbar teurer als ein Jahr zuvor waren im Juli laut Eurostat Energie (plus 2,2 Prozent) sowie Lebensmittel (plus 1,4 Prozent) und Dienstleistungen (plus 1,6 Prozent). Deutlich schwächer stiegen die Preise für Industriegüter (plus 0,5 Prozent).

Mitteilung Eurostat (englisch)

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