Neue Proteste erwartet

"Troika" reist für Kontrollen nach Athen

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"Sorry, I'm Greek" heißt ein Theaterstück, das derzeit in Athen aufgeführt wird. Ob die Athener Grund zur Sorge haben, soll die Prüfung der Troika ergeben.

Athen - Die Experten der „Troika“ aus EU, IWF und EZB sind am Montag in Athen für eine neue gründliche Prüfung der Bücher eingetroffen. Dabei geht es um einen Milliarden-Fehlbetrag

Die Experten der „Troika“ aus EU, IWF und EZB sind am Montag in Athen für eine neue gründliche Prüfung der Bücher eingetroffen. „Sie sind hier und morgen geht es los“, sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht der Fehlbetrag für das Jahr 2014. Es geht um die Freigabe einer weiteren Tranche in Höhe von einer Milliarde Euro für das chronisch am Rande der Pleite stehende Land. Zudem will die Troika wissen, wann die versprochenen 15 000 Entlassungen im staatlichen Bereich vollendet und weitere Privatisierungen in die Tat umgesetzt werden sollen.

Vorab gab es unterschiedliche Informationen über den Fehlbetrag, den die „Troika“ nun beziffern soll. Die Geldgeber gingen nach neusten Schätzungen von 2,5 bis 2,9 Milliarden Euro aus und forderten weitere Sparmaßnahmen, wurde aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen bekannt. Der Sprecher des EU-Währungskommissars Olli Rehn, sagte jedoch in Brüssel, er erkenne diesen Betrag nicht wieder.

Athen schätzt die Lücke dagegen nur auf 500 Millionen Euro und geht davon aus, dass der Betrag durch Reformen und eine weiter verbesserte Eintreibung von Steuern eingesammelt werden kann. Die Regierung fürchtet erneute Proteste, sollte es abermals zu Kürzungen bei Renten, Pensionen und Gehältern kommen. Die Gewerkschaften kündigten umfangreiche Streiks für Mittwoch an.

Die Kontrolle durch die „Troika“ aus Europäischer Union (EU), Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) musste wegen dieser Differenzen im Oktober abgesagt werden. Hilfe werde Athen allen Anzeichen nach auch 2015 und 2016 brauchen. Die Rede ist von insgesamt mehr als zehn Milliarden Euro.

dpa

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