Toyota muss sich für klemmende Pedale verantworten

+
Die Probleme mit klemmenden Gaspedalen haben für Toyota ein Nachspiel

Washington/Torrance - Die Probleme mit klemmenden Gaspedalen haben für Toyota ein Nachspiel. Der japanische Autohersteller muss sich vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses verantworten.

"Genauso wie viele Kunden bin ich besorgt über die Schwere und den Umfang der jüngsten Rückruf-Ankündigungen von Toyota“, sagte der Vorsitzende des Energie- und Handelsausschusses, Henry Waxman, am späten Donnerstag. Er wolle mehr über die Hintergründe der Defekte erfahren und wie Toyota damit umgehe.

Lesen Sie auch:

Toyota ruft weitere 1,1 Millionen Autos zurück

“Zwar war unser Treffen mit Toyota gestern hilfreich, doch es bleiben Fragen“, ergänzte der Vorsitzende des zuständigen Unterausschusses, Bart Stupak. “Vorfälle mit klemmenden Gaspedalen bei Toyota-Autos ziehen sich über eine Dekade hin und haben zu einer unverhältnismäßig hohen Anzahl an Toten geführt.“ Die Anhörung ist für den 25. Februar angesetzt. Dabei soll vor allem geklärt werden, seit wann Toyota von den Problemen wusste.

In der vergangenen Woche hatte Toyota einräumen müssen, dass in 2,3 Millionen amerikanischen Autos Gaspedale in der durchgetretenen Stellung festhängen bleiben können. Toyota hat den Verkauf der betroffenen Modelle gestoppt, darunter die Verkaufsschlager Corolla und Camry. Mittlerweile hat der Konzern den Grund für die Probleme gefunden und arbeitet mit dem Zulieferer CTS an einer Lösung, um die Reparatur zügig zu bewerkstelligen. Für Autos, die gerade produziert werden, stehen bereits modifizierte Gaspedale zur Verfügung.

Toyotas Image ist schwer angeschlagen: Der Konzern musste am Mittwoch eine frühere Rückrufaktion auf weitere 1,1 Millionen Fahrzeuge ausweiten. Fußmatten drohen sich derart mit den Pedalen zu verkeilen, dass der Wagen unkontrolliert beschleunigt. Wegen des Defekts hatte Toyota bereits im vergangenen Jahr 4,2 Millionen Autos zurückgerufen.

Laut des Ausschusses, der sich auf Daten der US-Behörde für Straßensicherheit beruft, haben bereits 19 Menschen durch unvermitteltes Beschleunigen in Toyota-Autos ihr Leben verloren - mehr als doppelt so viele wie bei allen anderen Herstellern zusammen. Auch in Europa und China zeichnet sich eine Rückrufaktion ab. Japanische Politiker fürchten bereits, dass die gesamte Autoindustrie des Landes Schaden nimmt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

„Wer ist diese Mannschaft, die da gegen Gladbach spielt?“ Netzreaktionen zu #SVWBMG

„Wer ist diese Mannschaft, die da gegen Gladbach spielt?“ Netzreaktionen zu #SVWBMG

Ohne eigenes Auto mobil auf dem Land

Ohne eigenes Auto mobil auf dem Land

Italiens Topattraktionen öffnen wieder

Italiens Topattraktionen öffnen wieder

Leipzig schwächelt im Titelkampf - Nächster Schalke-Dämpfer

Leipzig schwächelt im Titelkampf - Nächster Schalke-Dämpfer

Meistgelesene Artikel

Hammer-Urteil gegen VW: Käufer bekommen Schadenersatz - Grüne fordern auch Zahlungen von anderen Autobauern

Hammer-Urteil gegen VW: Käufer bekommen Schadenersatz - Grüne fordern auch Zahlungen von anderen Autobauern

Trotz Coronavirus: Lufthansa will ab Flughafen München wieder durchstarten - auch in weite Ferne

Trotz Coronavirus: Lufthansa will ab Flughafen München wieder durchstarten - auch in weite Ferne

Dieselskandal: VW muss klagenden Kunden Schadenersatz zahlen

Dieselskandal: VW muss klagenden Kunden Schadenersatz zahlen

Wegen Corona: Experte erwartet „Revolution“ - killt sie ein Symbol des Kapitalismus?

Wegen Corona: Experte erwartet „Revolution“ - killt sie ein Symbol des Kapitalismus?

Kommentare