Stiftung Warentest warnt vor Bitcoin-Nachahmern

Totalverlust möglich: Finger weg von virtuellen Währungen

Berlin - Bitcoin ist berühmt-berüchtigt. Wer sein Geld aber in zwei Clone der virtuellen Währung anlegt, trägt ein besonders hohes Risiko.

Anbieter von OneCoin und SwissCoin wollten von der Bekanntheit von Bitcoin profitieren und ahmten diese nach, für Anleger bestehe jedoch die "Gefahr des Totalverlustes", heißt es in der September-Ausgabe der "Finanztest". Die Stiftung Warentest setzte die beiden virtuellen Währungen deshalb auf ihre Warnliste mit riskanten und unseriösen Angeboten zur Geldanlage.

SwissCoin und OneCoin unterscheiden sich laut "Finanztest" stark von Bitcoin. Bei beiden gebe es zentrale Stellen, die das System kontrollierten. Die Herausgeber setzten auf mehrstufige Vergütungssysteme, um Kunden zu motivieren, ihre Produkte weiter unter die Leute zu bringen. Dafür würden Schulungspakete an Interessierte verkauft.

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass niemand virtuelle Währungen wie OneCoin und SwissCoin als Zahlungsmittel akzeptieren müsse. Für beide gebe es derzeit keinen freien Markt.

Die virtuelle Währung Bitcoin war 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden - als eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet; der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt stark. Rund um Bitcoin gab es in der Vergangenheit bereits mehrere Skandale.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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