ThyssenKrupp will jährlich eine Milliarde Euro sparen

Düsseldorf - Der Stahl- und Industriegüterkonzern ThyssenKrupp will angesichts eines erwarteten Gewinneinbruchs jährlich gut eine Milliarde Euro einsparen.

Allein durch die zum 1. Oktober geplante neue Konzernstruktur wird mit jährlichen Einsparungen von 500 Millionen Euro gerechnet, die zu gleichen Teilen auf Sach- und Personalkosten entfallen sollen. Weitere rund 550 Millionen Euro sollen etwa durch die Senkung von Produktions- und Verwaltungsausgaben eingespart werden. Das wurde am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung in Düsseldorf mitgeteilt. 

Bereits 11.000 Stellen abgebaut

Aufgrund der weltweiten Rezession hat Deutschlands größter Stahlproduzent in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres bereits 11.000 Arbeitsplätze abgebaut. Der Löwenanteil der Stellenstreichungen lag allerdings im Ausland, wo der Konzern 7.000 Stellen strich.

In Deutschland verringerte sich die Zahl der Beschäftigten um 2.000, wie Konzernchef Ekkehard Schulz am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Bis Ende Juli 2009 waren im Konzern weltweit rund 46.000 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen, davon in Deutschland fast 30.000. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Konzern wegen der massiven Umsatz- und Ergebniseinbrüche mit einem negativen Ergebnis vor Steuern und vor wesentlichen Sondereffekten in höherer dreistelliger Millionen-Euro-Größe. Unter dem Strich könnte der Verlust Medienberichten zufolge wegen der hohen Aufwendungen für die Stahlwerkneubauten in Brasilien und den USA sogar noch höher liegen.

dpa/ap

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