Teurer Geschmack: Knappheit lässt Gewürzpreise steigen

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Der trockene Sommer hat den Gewürzen zugesetzt. Die Großhandelspreise für viele Gewürze - von der Petersilie bis zum Pfeffer - sind daher derzeit so hoch wie lange nicht mehr. Foto: Britta Pedersen

Bonn (dpa) - Die Großhandelspreise für viele Gewürze - von der Petersilie bis zum Pfeffer - sind derzeit so hoch wie lange nicht mehr. Schuld daran sind Wettereinflüsse, aber zum Teil auch eine das Angebot übersteigende Nachfrage, wie der Fachverband der Gewürzindustrie am Freitag in Bonn mitteilte.

Der trockene Sommer habe in Europa massive Ernteausfälle bei Kräutern wie Petersilie, Thymian oder Schnittlauch verursacht, berichtete Hauptgeschäftsführer Dirk Radermacher. In der Folge seien die Preise deutlich gestiegen.

Der Pfefferpreis befinde sich sogar auf einem historischen Höchstniveau. Grund sei, dass der Bedarf seit Jahren über der Weltproduktion liege und die Prognose für die nächste Pfefferernte in Indien und Sri Lanka schlecht sei, meinte Radermacher.

Die Nachschub-Pipelines seien hier fast leer. Käufe der Lebensmittelindustrie führten dazu, dass nahezu jeder Preis akzeptiert werde. Verschärft werde die Entwicklung noch durch Rohstoffspekulationen und die Euro-Schwäche, da die Leitwährung für viele Gewürze der US-Dollar sei.

Rund zwei Drittel des deutschen Gewürzverbrauchs entfallen auf Großabnehmer wie das Fleischerhandwerk oder die Lebensmittelindustrie, nur ein Drittel landet in den Gewürzregalen der Supermärkte.

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