"Riesiger Enthusiasmus"

Trotz Unfällen: Tesla-Autopilotsystem weiterhin gefragt

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Trotz vieler Unfälle, wie hier in den Niederlanden, sind viele Menschen zufrieden mit dem Autopilotsystem von Tesla.

Berlin - Trotz mehrerer Unfälle von Tesla-Autos mit eingeschaltetem Autopiloten gibt es nach Angaben des Unternehmens bisher keine Auswirkungen auf die Nachfrage.

"Es gibt immer noch einen riesigen Enthusiasmus für den Autopiloten", sagte der Europachef des US-Autobauers, Willem Haitink, der "Welt am Sonntag". "Viele Menschen sind sehr zufrieden damit, wenn sie ihn richtig benutzen und entspannter fahren."

Zugleich ermahnte Haitink die Autofahrer, das System richtig zu benutzen. Es sei wichtig, dass die Kunden "sich an die Bedienungsanweisungen halten". Sie müssten verstehen, was genau der Autopilot leiste und "was er heute noch nicht ist". Ein Tesla mit Autopilot sei "noch kein autonomes Fahrzeug", sondern nur ein Schritt auf dem Weg dorthin.

Die Autopilotfunktionen erlauben es Tesla-Wagen, selbstständig die Spur zu wechseln, zu beschleunigen und zu bremsen. Der Fahrer kann dabei stets die Kontrolle übernehmen.

Am Donnerstag war ein Tesla-Fahrer mit seinem Wagen auf der Autobahn 24 in Schleswig-Holstein auf einen Reisebus aufgefahren. Der Mann wurde leicht verletzt. Er gab laut Polizei an, dass der Autopilot eingeschaltet war. Tesla teilte laut "Welt am Sonntag" mit, der Fahrer habe erklärt, dass das System einwandfrei funktionierte und nichts mit dem Unfall zu tun hatte. Vielmehr habe der Reisebus beim Spurwechsel einen Fehler gemacht.

Unfälle mit Tesla-Fahrzeugen im Autopilotmodus hatten schon zuvor für Schlagzeilen gesorgt. Im Mai starb ein Mann im US-Bundesstaat Florida, als sein Model S mit einem Lastwagen kollidierte. Der Autopilot war eingeschaltet, die Bremsfunktion wurde nicht ausgelöst.

Tesla äußerte später die Vermutung, dass die Fahrzeugsensoren den weißen Lkw nicht vom taghellen Himmel unterscheiden konnten. Mitte September stellte das Unternehmen ein Update vor, mit dem das Autopilotsystem Hindernisse besser erkennen soll.

Auch bei einem tödlichen Unfall in China soll der Autopilot eingeschaltet gewesen sein. Dabei starb im Januar ein 23-Jähriger. Seine Familie reichte Klage gegen Tesla ein.

AFP

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