Sorge um Aktien-Optionen

Tesla-Chef Elon Musk will weg aus Kalifornien – den Grund dafür versteht wohl jeder

Elon Musk, Tesla-Chef, steht auf der Baustelle der Tesla Gigafactory. Tesla-Chef Elon Musk wird am Dienstag den diesjährigen Axel Springer Award entgegennehmen.
+
Elon Musk: Der Tesla-Chef will seinen Wohnsitz in Kalifornien aufgeben.

Tesla-Chef Elon Musk hat einen märchenhaften Aufstieg hinter sich. Inzwischen ist der Multi-Unternehmer der zweitreichste Mensch des Planeten. Doch der Fiskus lauert schon.

  • Elon Musk sorgt weltweit für Furore.
  • Der E-Autopionier Tesla ist fast drei Mal so viel wert wie BMW, Daimler und VW zusammen.
  • Doch der starke Kursanstieg könnte für der Tesla-Boss jetzt zum Problem werden.

Update vom 7. Dezember 2020, 14.51 Uhr: Tesla-Chef Elon Musk ist der Wirtschaftsaufsteiger des Jahres. Alleine seit Jahresanfang hat die Aktie des E-Autopioniers 540 Prozent zugelegt. Die Rallye hat Musk einen atemberaubenden Vermögenszuwachs beschert. Inzwischen wird das Vermögen des Multi-Unternehmers auf 139 Milliarden Dollar taxiert. Im Ranking der Super-Duper-Reichen steht nur noch Amazon-Boss Jeff Bezos vor dem Physiker und Volkswirt.

Doch die ungeahnte Börsenhausse könnte für Musk noch zum handfesten Problem werden. Sollte er sich nämlich dazu entschließen, seine Aktienoptionen einzulösen, wären nach kalifornischem Recht über Nacht bis zu 18 Milliarden Dollar Einkommen-Steuer fällig. Das hat die Nachrichtenagentur Bloomberg ausgerechnet.

Die Aussicht auf eine mögliche Milliarden-Forderung des Fiskus scheint Musk zu beunruhigen. Er werde mit seiner Familie schon bald nach Texas umziehen, soll Musk Freunden anvertraut haben, berichtet CNBC. Musk ist ohnehin regelmäßig in Texas. Von der Startrampe im texanischen Küstenort Boca Chica schickt Musks Raumfahrt-Unternehmen Space X Raketen ins Weltall. Außerdem baut Tesla in der texanischen Landeshauptstadt Austin seit Juli eine weitere GigaFactory. Neben den kürzeren Wegen spricht noch ein anderes Argument für Texas. In dem konservativen Flächenstaat an der Grenze zu Mexiko ist der Fiskus ungewöhnlich genügsam. Das gilt auch für Aktien-Optionen. Die sind in Texas komplett steuerfrei.

Tesla-Chef: „Unsere Aktie kann zerquetscht werden wie ein Soufflé von einem Vorschlaghammer“

Erstmeldung vom 2. Dezember, 16.36 Uhr Tesla*-Chef Elon Musk hat die Mitarbeiter des kalifornischen E-Autopioniers eindringlich vor nachlassender Kostendisziplin gewarnt. „In Zeiten wie diesen, in denen unsere Aktie immer neue Höchststände erreicht, scheint es, als sei Sorgfalt bei Ausgaben nicht so wichtig. Das ist definitiv nicht wahr“, schrieb Musk in einer Mail an die Tesla-Mitarbeiter, die der US-Webseite Elektrek vorliegt.

Mit einer Marge von einem Prozent sei Teslas Profitabilität zuletzt „sehr niedrig“ gewesen. Investoren würden zwar auf künftig deutlich steigende Gewinne vertrauen, schrieb Musk in seiner Rundmail. Sollten die Anteilseigner aber irgendwann zu dem Schluss kommen, „dass dies nicht passiert, wird unsere Aktie wie ein Soufflé unter einem Vorschlaghammer zerquetscht!“

Tesla: Autobauer mit starker Entwicklung

Tesla hatte jahrelang Verluste ausgewiesen und stand zwischenzeitlich knapp vor der Insolvenz. In den vergangenen fünf Quartalen war der Autobauer aber profitabel. Das verdankte der Konzern aber vor allem dem Verkauf von CO2-Zertifikaten. Erst im abgelaufenen dritten Quartal hatte Tesla auch operativ einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht.

Unterm Strich hatten die Kalifornier von Juli bis September 331 Millionen Dollar verdient und damit fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Auch bei den Auslieferungen ging es zuletzt mit einem Plus von 43 Prozent auf 139.000 Fahrzeuge unerwartet kräftig* nach oben, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Analysten hatten Tesla für Juli bis September dagegen lediglich 129.500 Autos zugetraut.

Tesla: Börsenwert des E-Autopioniers stellt deutsche Autobauer in den Schatten

An der Börse sorgte die Entwicklung zuletzt für Euphorie. Alleine seit Jahresanfang hat die Tesla-Aktie* gut 520 Prozent zugelegt. Mit einem Börsenwert von knapp 440 Milliarden Euro ist Tesla inzwischen fast 2,5 Mal so viel wert wie die deutschen Autobauer BMW*, Daimler und Volkswagen* zusammen.

Die Kurs-Rallye hat auch Elon Musk zu einem Superreichen gemacht. Mit einem geschätzten Vermögen von rund 128 Milliarden Dollar hat der Multi-Unternehmer gerade Microsoft-Gründer Bill Gates überholt und ist nun der zweitreichste Mensch der Welt hinter Amazon-Chef Jeff Bezos. *Merkur.de ist Teil des Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Dacia Sandero: Was der kleine Billige zu bieten hat

Dacia Sandero: Was der kleine Billige zu bieten hat

Biden wird als Präsident vereidigt - Trump ist nicht dabei

Biden wird als Präsident vereidigt - Trump ist nicht dabei

BVB verliert Verfolgerduell - Hertha in der Krise

BVB verliert Verfolgerduell - Hertha in der Krise

Deutsche Handballer müssen um WM-Viertelfinale bangen

Deutsche Handballer müssen um WM-Viertelfinale bangen

Meistgelesene Artikel

Donald Trump: US-Wirtschaft kündigt scheidendem Präsidenten Gefolgschaft - Sturm auf Kapitol als „Game Changer“

Donald Trump: US-Wirtschaft kündigt scheidendem Präsidenten Gefolgschaft - Sturm auf Kapitol als „Game Changer“

Donald Trump: US-Wirtschaft kündigt scheidendem Präsidenten Gefolgschaft - Sturm auf Kapitol als „Game Changer“
Apple iPhone: Cooler und kleiner - Konzern bereitet bei seinem Flaggschiff faustdicke Überraschung vor

Apple iPhone: Cooler und kleiner - Konzern bereitet bei seinem Flaggschiff faustdicke Überraschung vor

Apple iPhone: Cooler und kleiner - Konzern bereitet bei seinem Flaggschiff faustdicke Überraschung vor
Corona-Hilfen: Einfacher, schneller, mehr - Bundesregierung bessert nach heftiger Kritik nach  

Corona-Hilfen: Einfacher, schneller, mehr - Bundesregierung bessert nach heftiger Kritik nach  

Corona-Hilfen: Einfacher, schneller, mehr - Bundesregierung bessert nach heftiger Kritik nach  
Zwangsupdate betrifft alle Nutzer: WhatsApp vollzieht überraschende Wende

Zwangsupdate betrifft alle Nutzer: WhatsApp vollzieht überraschende Wende

Zwangsupdate betrifft alle Nutzer: WhatsApp vollzieht überraschende Wende

Kommentare