Bis Jahresende

Telekom will ihre Funktürme loswerden

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Telekomchef Timotheus Höttges

Fünf Milliarden Euro sollen sie wert sein - gesteigerten Wert auf den Besitz legt die Telekom aber nicht mehr: Der Konzern will seine Funktürme in Deutschland anteilig verkaufen.

Düsseldorf - Die Deutsche Telekom will einem Medienbericht zufolge ihre Funktürme loswerden: 49 Prozent der Anteile ihrer Tochtergesellschaft Deutsche Funkturm sollen in den kommenden Monaten meistbietend verkauft werden, wie die Wirtschaftswoche aus Düsseldorf am Freitag unter Berufung auf Unternehmens- und Bankenkreisen berichtete. Der Verkaufsprozess soll demnach bis Jahresende abgeschlossen sein. Die Telekom wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht zu dem Bericht äußern.

Laut Wirtschaftswoche will die Telekom mit 51 Prozent Mehrheitseigner an ihrer Funkturm-Tochter bleiben. Für die anderen 49 Prozent bekundeten demnach bereits mehrere Investorengruppen aus dem In- und Ausland Interesse. Die Telekom schätzt den Wert ihrer Funkanlagen dem Bericht zufolge auf bis zu fünf Milliarden Euro. Ein Verkaufsprospekt sei noch nicht erstellt, das sei aber einer der Aufgaben eines neuen Finanz-Geschäftsführers, den die Telekom noch sucht.

Chef der in Münster ansässigen Funkturm-Gesellschaft ist der ehemalige Technik-Geschäftsführer Bruno Jacobfeuerborn. Wie die Wirtschaftswoche schreibt, sieht die Telekom die Planung, Realisierung und Vermarktung ihrer 27.000 Funkstandorte für Mobilfunk-, Richtfunk und Rundfunknetze in Deutschland nicht mehr als strategisches Investment an.

Die Telekom hatte unlängst auch Ärger wegen unseriösen Hausbesuchen, Leitungsblockaden und unverschämten Mitarbeitern am Telefon, wie der Münchner Merkur berichtete.

AFP

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