Swift warnt Finanzpartner vor schweren Cyber-Angriffen

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Swift wickelt für über 10 000 Banken weltweit Nachrichten und Finanztransaktionen über gesicherte Netze ab. Foto: Fredrik von Erichsen

Brüssel (dpa) - Das internationale Zahlungsverkehrssystem Swift hat vor einer betrügerischen Schadsoftware gewarnt, die Geldströme gezielt verschleiern könne.

Das Programm sei darauf ausgelegt, Spuren bestimmter Transaktionen zu verbergen, es könne aber nur auf lokalen Systemen von Finanzinstitutionen installiert werden, teilte die Organisation am Dienstag mit. Auf das Swift-Netzwerk selbst oder die Kern-Messaging-Dienste habe die Schadsoftware keinerlei Auswirkungen, hieß es in der Mitteilung.

Swift werde die Kunden bei der Optimierung ihrer Sicherheitseinstellung und dem Aufspüren möglicher Ungereimtheiten im Zahlungsverkehr unterstützen. Letztlich müssten die Nutzer jedoch selbst angemessene Sicherheitsmaßnahmen in ihren lokalen Umgebungen installieren und auf dem neusten Stand halten.

Zuletzt hatten Cyberkriminelle im Februar in einem aufsehenerregenden Fall von einem Konto der Zentralbank von Bangladesh 81 Millionen Dollar erbeutet. Zuvor knackten sie das Sicherheitssystem der dortigen Notenbank. Sicherheitsexperten gehen inzwischen davon aus, dass die Bankräuber dafür unter anderem gezielt Software der Swift-Allianz kompromittiert haben. Die Schadsoftware sei direkt in die "Alliance Access"-Software von Swift auf den Systemen der Kunden eingeschleust worden, vermutet der britische Rüstungskonzern BAE Systems.

Swift wickelt für über 10 000 Banken weltweit Nachrichten und Finanztransaktionen über gesicherte Netze ab.

Mitteilung von Swift

BAE Systems

Bericht Heise Security

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