Studie: Pleitewelle unter Zulieferern kostet 50 000 Jobs

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Französische und deutsche Arbeiter des Autozulieferes Continental demonstrieren im  April 2009 während der Conti-Hauptversammlung in Hannover gemeinsam gegen die vom Unternehmen geplanten Werksschliessungen.

München - Trotz der Anzeichen für eine leichte konjunkturelle Erholung blicken deutsche Automobilzulieferer laut einer Studie düsteren Zeiten entgegen.

Die Unternehmensberatung Roland Berger errechnete, dass die Durchschnittsrenditen der Zulieferer weltweit von 2,1 Prozent in 2008 auf minus zwei bis minus 2,5 Prozent im laufenden Jahr abstürzen und damit einen historischen Tiefstand erreichen werden. Darüber berichtete die “Welt am Sonntag“.

Roland Berger selbst veröffentlichte die Studie ebenfalls am Sonntag. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 80 Prozent aller Zulieferer weltweit 2009 Verluste schreiben werden. Rund 70 deutsche Unternehmen seien bereits insolvent, bis Jahresende werde die Zahl auf mehr als 100 steigen.

“Zahlreiche Automärkte sind in diesem Jahr um bis zu einem Drittel eingebrochen, teilweise haben nur massive staatliche Stützungsmaßnahmen einen völligen Einbruch der Branche verhindert“, heißt es.

Marcus Berret, Partner bei Roland Berger und Leiter der Studie, sagte der “WamS“, deshalb und weil alle Zulieferer derzeit versuchten, Personalkosten zu senken, würden im Zuge der Krise bis Ende 2010 schätzungsweise bis zu 50 000 Jobs in diesem Teil der Industrie verschwinden.

Obwohl schon im laufenden Jahr Dutzende Zulieferer Insolvenz anmeldeten und im Zuge der Krise bereits bis heute 30 000 Arbeitsplätze von insgesamt 340 000 Stellen in der Zuliefererindustrie weggefallen seien, stünden die deutschen Unternehmen Roland Berger zufolge im Durchschnitt weit besser da als die ausländische Konkurrenz. Die Deutschen hätten das internationalste Portfolio, sagte Berret. Viele Zulieferer in Asien und USA würden sich vor allem auf Kunden in ihren eigenen Regionen konzentrieren. Zudem sei die technologische Substanz hiesiger Zuliefererprodukte oft deutlich höher.

dpa

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