Studie: Konsumklima stagniert

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Die Kauflust der Verbraucher hat sich etwas abgeschwächt

Nürnberg - Die Stimmung der Verbraucher ist im September weitgehend gleich geblieben. Die Schuldenkrise dämpft die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum, die Kauflaune ist gesunken.

Während sich Kauflaune und Konjunkturerwartung vor dem Hintergrund der Schuldenkrise in der Euro-Zone im Vergleich zum Vormonat etwas abschwächten, glaubten mehr Menschen als im August an ein höheres persönliches Einkommen, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Konsumklimastudie des Nürnberger Marktforschers GfK hervorgeht. Grund hierfür ist der nach wie vor robuste Arbeitsmarkt.

Für Oktober erwartet die GfK eine Stagnation des Konsumklimaindex bei 5,2 Punkten, nach ebenfalls 5,2 Punkten im September. Im September 2010 lag das Konsumbarometer bei 4,4 Zählern.

Die Diskussion um den richtigen Weg aus der internationalen Schuldenkrise habe die Angst der Verbraucher vor einer Rezession weiter verstärkt, heißt es in der GfK-Studie. Entsprechend rechneten im September weniger Menschen als im August mit einer guten wirtschaftlichen Entwicklung im Land: Der Index der Konjunkturerwartung verschlechterte sich um 8,6 auf 4,8 Punkte und liegt damit auf dem niedrigsten Wert seit Mai 2010. Vor einem Jahr hatte der Index noch bei 53,5 Punkten gelegen.

Verbraucher geben ihr Geld derzeit lieber aus

Im Zuge der Schuldenkrise ist das Vertrauen der Verbraucher in die Handlungsfähigkeit der Politik weiter gesunken. Viele tendierten dazu, ihr Geld für werthaltige Anschaffungen auszugeben, statt es auf die hohe Kante zu legen, teilte die GfK weiter mit. Der Index der Anschaffungsneigung büßte folglich 7,2 auf 29,7 Punkte ein und liegt damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Dass er nicht noch weiter gesunken ist, führt GfK-Autor Rolf Bürkl auf den nach wie vor robusten Arbeitsmarkt zurück.

Dieser trug auch dazu bei, dass mehr Menschen als im Vormonat mit steigenden Einkommen rechnen: Der entsprechende Indikator nahm laut GfK um 7,5 auf 35,1 Zähler zu. Unterstützt wird die Entwicklung noch von dem im Zuge der konjunkturellen Abschwächung nachlassenden Preisdruck bei Energie und Rohstoffen.

Für eine “stabile und nachhaltige“ Entwicklung des Konsumklimas müsse das Vertrauen der Bürger in die politischen Entscheidungsträger wieder gestärkt werden, betonte der GfK-Autor. Nur Vertrauen schaffe Planungssicherheit bei den Verbrauchern. Und Planungssicherheit sei wiederum die wesentliche Grundlage für die Stärkung des Konsums.

Den Konsumklimaindex für Oktober veröffentlicht die GfK am 25. Oktober.

dapd

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