Kostet Zeit und Nerven

Studie: Bürokratie macht Existenzgründern das Leben schwer

+
Mann mit Gründerkoffer: Bürokratie ist aus Sicht von Unternehmensgründern in Deutschland eine größte Belastung. Foto: Jochen Lübke

Frankfurt/Main (dpa) - Bürokratie ist aus Sicht von Unternehmensgründern in Deutschland die größte Belastung, allerdings nicht der wichtigste Grund für ein Scheitern der Pläne.

Das geht aus einer Studie der staatlichen Förderbank KfW hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Danach nimmt jeder dritte Existenzgründer administrative Regelungen und Pflichten als Schwierigkeiten wahr - und wendet nach eigenen Schätzungen etwa 10 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit für die Bewältigung auf.

"Bürokratie kostet Gründer zwar Zeit und Nerven, deshalb werden aber kaum Gründungsprojekte abgebrochen oder Gründungspläne in der Schublade gelassen", sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Die größte Hürde in der Planungsphase seien finanzielle Risiken. Projekte würden vor allem wegen attraktiver Jobalternativen oder unbefriedigender Ertragslage wieder abgebrochen, nicht wegen Bürokratie.

Besonders häufig bemängeln Gründer den Angaben zufolge die Komplexität der Besteuerung sowie den Aufwand für Anmeldungen und Registrierungen, zum Beispiel für den Eintrag ins Handelsregister beim Amtsgericht oder Meldungen beim Finanzamt. Häufig wünschen sie sich gebündelte und möglichst digitale Behördenkontakte.

"Behördengänge ließen sich durch Online-Angebote vermeiden, Meldepflichten könnten automatisiert abgewickelt werden. Für den großen Wurf wären aber bundesweite Mindeststandards und eine einheitliche IT-Infrastruktur notwendig", mahnte Zeuner.

Als weitere Schwierigkeiten nannten Gründer familiären Belastungen, die Akquise von Aufträgen sowie konjunkturelle und finanzielle Risiken der Selbstständigkeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Werder-Training am Mittwoch

Werder-Training am Mittwoch

Nach Höhlen-Drama: Thai-Fußballer wieder zuhause

Nach Höhlen-Drama: Thai-Fußballer wieder zuhause

Rettungswagen mit hochschwangerer Frau kippt um

Rettungswagen mit hochschwangerer Frau kippt um

So gelingt die perfekte Pasta

So gelingt die perfekte Pasta

Meistgelesene Artikel

Streik in der Kabine: Ryanair streicht nächste Woche 600 Flüge - viele Ferienziele betroffen

Streik in der Kabine: Ryanair streicht nächste Woche 600 Flüge - viele Ferienziele betroffen

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Drogeriekette mit seltsamem Namen macht dm und Rossmann Konkurrenz

Drogeriekette mit seltsamem Namen macht dm und Rossmann Konkurrenz

Trotz Kritik in Städten: So will Airbnb ihren Urlaub verändern

Trotz Kritik in Städten: So will Airbnb ihren Urlaub verändern

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.