Sicherer Arbeitsplatz besonders wichtig

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Ein sicherer Job ist den Beschäftigten in Deutschland besonders wichtig .

Frankfurt/Main - Die Arbeitslosigkeit sinkt, doch die Beschäftigten bleiben skeptisch. Sie wollen vor allem einen sicheren Job - das ist das Ergebnis einer internationalen Studie.

Trotz der gesunkenen Arbeitslosigkeit ist den Beschäftigten in Deutschland die Sicherheit ihres Jobs derzeit wichtiger als das Gehalt. Das geht aus einer am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Towers Watson hervor. „Die Sicherheit des Arbeitsplatzes ist für deutsche Arbeitnehmer aller Altersklassen das zentrale Motiv bei der Wahl ihres Arbeitgebers und sogar noch bedeutender als das Gehalt“, heißt es in der Untersuchung. Zugleich zählten die Bundesbürgern zu den engagiertesten Arbeitnehmern in Europa.

„Die starken wirtschaftlichen Schwankungen sowie die Krisen der letzten Jahre haben tiefe Spuren bei den Arbeitnehmern hinterlassen“, erklärte Heike Ballhausen von Towers Watson. Die Beschäftigten hätten den wirtschaftlichen Aufschwung noch nicht wahrgenommen. Der Studie zufolge ist das Sicherheitsbedürfnis nicht nur bei der Job-Wahl, sondern auch für die Bindung an das Unternehmen stärker ausgeprägt als im internationalen Mittel. (Deutschland: Platz 3; International: Platz 6).

Ein weiteres Ergebnis der „Global Workforce Study 2012“, für die rund 32 000 Beschäftigte aus 28 Ländern befragt wurden: 29 Prozent der deutschen Arbeitnehmer setzen sich in ihrem Job überdurchschnittlich stark ein. Im europäischen Mittel sind es lediglich 26 Prozent der Beschäftigen, weltweit allerdings 35 Prozent.

Einen großen Einfluss auf das Engagement der Mitarbeiter haben die Unternehmensleitung und die direkten Vorgesetzten. So haben nur 11 Prozent der Beschäftigten, die „Dienst nach Vorschrift“ machen, Vertrauen in die Arbeit der Führungsriege. Bei den überdurchschnittlich engagierten Beschäftigten sind es hingegen fast drei Viertel. Wichtig für überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft der Beschäftigten ist der Studie zufolge auch ein ausgewogenes Verhältnis von Privatleben und Arbeit.

dpa

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