Studie: Dem Arbeitsmarkt gehen junge Leute aus

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Die Jüngeren auf dem Arbeitsmarkt werden rar, so die Studie

Gütersloh - Einen dramatischen Mangel junger Leute und tiefgreifende Folgen für den Arbeitsmarkt in Deutschland sagt eine Analyse voraus.

Laut Bertelsmann Stiftung wird der demografische Wandel den Arbeitsmarkt tiefgreifender verändern als bislang angenommen. Der Einbruch in den Ausbildungsjahrgängen werde vor allem den Osten Deutschlands treffen, hieß es in der am Dienstag veröffentlichten Studie.

Mit Ausnahme von Brandenburg und Berlin wird sich im Osten Deutschlands die Altersgruppe der 19- bis 24-Jährigen bereits in den kommenden fünf Jahren nahezu halbieren, hieß es. Grund sei vor allem der sehr starke Geburtenrückgang kurz nach der Wende. Da anschließend die Geburtenzahl wieder zunahm, steigt die Zahl der 19- bis 24- Jährigen im Osten 2015 bis 2025 dann wieder leicht. Bundesweit gehe die Zahl der Menschen in dieser Altersgruppe bis 2025 um rund 1,2 Millionen zurück.

Während die Zahl der 45- bis 64-Jährigen von 2006 bis 2025 um 3,7 Millionen zunimmt, wird sich die Zahl der jüngeren Erwerbstätigen von 25 bis 44 Jahren in diesem Zeitraum um 1,4 Millionen verringern, hieß es in der Studie. “Für die Unternehmen wird es zunehmend schwierig werden, Arbeitskräfte zu gewinnen“, sagte Vorstandsmitglied Brigitte Mohn. Alleine durch die Einstellung jüngerer Menschen könnten sich die Belegschaften künftig nicht mehr hinreichend weiterentwickeln ­ eben mangels ausreichender Bewerberzahlen. Darum werde die Qualifizierung aller immer wichtiger.

Die größten Verlierer unter den Bundesländern in der Altersgruppe der 19- bis 24-Jährigen bis zum Jahr 2025 sind Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit jeweils -48 Prozent, gefolgt von Thüringen (- 46 Prozent), Sachsen (-42 Prozent) und Brandenburg (-39 Prozent). Im Mittelfeld liegen Berlin (-27 Prozent), das Saarland (-26 Prozent), Rheinland-Pfalz (-19 Prozent), Bremen (-18 Prozent) und Nordrhein- Westfalen (-17 Prozent). Weniger betroffen sind Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Hamburg mit jeweils -14 Prozent sowie Niedersachsen (-13 Prozent) und Schleswig-Holstein (-8 Prozent).

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