Stiftung Warentest bemängelt Beratung von Apotheken

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Laut Stiftung Warentest ist die Beratung von Apotheken oftmals schlecht.

Berlin - Die Beratung von Apotheken ist oftmals schlecht: Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Untersuchung. Was die Tester kritisieren:

Von 50 getesteten Apotheken sind demnach elf “mangelhaft“, darunter acht Versandapotheken. Nur sieben sind “gut“, darunter kein einziger Versender. Stiftung Warentest analysierte 27 Vor-Ort-Apotheken in Berlin, Essen, Nürnberg und Augsburg sowie 23 Versandapotheken. Diese wurden noch schlechter bewertet als beim vorangegangenen Test im Oktober 2007.

Jede Apotheke wurde von Testern siebenmal persönlich aufgesucht oder kontaktiert. Die Fachkräfte informierten den Testern zufolge dabei häufig falsch über Arzneimittel. Sie hätten insbesondere Wechselwirkungen zwischen Medikamenten nicht erkannt - trotz einfacher Problemstellung und gezielter Nachfrage.

Beim Kauf eines fiebersenkenden Mittels für ein dreijähriges Mädchen habe häufig nicht einmal die Höhe des Fiebers interessiert. Vielfach habe der Rat gefehlt, unter bestimmten Umständen den Arzt aufzusuchen.

Gleiches Produkt - hörerer Preis

Hubertus Primus von der Stiftung Warentest erklärte, Preisvergleiche lohnten sich: So kam es vor, dass dieselben Produkte in unterschiedlichen Apotheken doppelt so teuer waren. Die Stiftung Warentest forderte von den Versandapotheken, mehr in die Beratung zu investieren.

Es könne nicht sein, dass Versender den Kollegen vor Ort die personalintensive Arbeit überlassen und sich die “Rosinen herauspicken“. Andererseits wären auch die Vor-Ort-Apotheken nicht gut genug gewesen, “um die schlechten Versandapotheken vollständig abzuhängen und zu raten, nur dort hinzugehen“, erklärte Primus.

Auch die herkömmlichen Apotheken müssten ihre Beratung verbessern, zum Beispiel mit einschlägigen Computerprogrammen, um Wechselwirkungen besser zu erkennen. Den Kunden rät Stiftung Warentest, auf eine Beratung zu bestehen. Auch scheinbar harmlose Nahrungsergänzungsmittel könnten risikovolle Wechselwirkungen mit Medikamenten zur Folge haben, wie der Test gezeigt habe. Die Untersuchung wird in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift “test“ veröffentlicht.

apn

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