Änderung für Unternehmen

Steuerbelege: Kürzere Aufbewahrungsfristen

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Blick auf die Steuererklärung (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und Kapitalvermögen) zur Festsetzung der Einkommenssteuer beim Finanzamt

Berlin - Der Bundestag hat eine weitere Steuervereinfachung für Unternehmen beschlossen: Rechnungen und Belege müssen künftig nicht mehr ganz so lange aufbewahrt werden. Es ist nur eine von vielen Änderungen.

Der Bundestag hat eine weitere Steuervereinfachung für Unternehmen beschlossen. Danach müssen Rechnungen und Belege von den Firmen nicht mehr zehn Jahre lang aufbewahrt werden. Nach dem Gesetz, das der Bundestag am Donnerstagabend verabschiedet hat, sinken die Aufbewahrungsfristen in zwei Schritten auf sieben Jahre. Durch die Neuregelung, die noch vom Bundesrat bestätigt werden muss, soll die Wirtschaft jährlich 2,5 Milliarden Euro sparen.

Gemeinsam mit den Grünen stimmte die SPD gegen den Gesetzentwurf. Die schwarz-gelbe Koalition warf den Sozialdemokraten daraufhin vor, sie widersetzten sich den Positionen ihres eigenen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück.

Schlupfloch bei der Erbschaftsteuer geschlossen

In den „Siegener Thesen“, die Steinbrück Anfang März zur Entlastung des Mittelstands vorgestellt hatte, wird tatsächlich eine Verkürzung der Aufbewahrungsfristen gefordert. Die stellvertretende finanzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Ingrid Arndt-Brauer, betonte jedoch, parallel dazu müssten zusätzliche Steuerfahnder und Betriebsprüfer eingestellt werden, um unnötige Steuerausfälle zu vermeiden.

Mit dem umfangreichen Gesetzespaket wird auch ein Schlupfloch bei der Erbschaftsteuer namens Cash-GmbH geschlossen. Bislang konnten Unternehmenserben die Erbschaftsteuer umgehen, indem sie privates Geldvermögen auf die Firma übertragen. Da bei Betriebsvermögen nur eine geringe oder gar keine Erbschaftsteuer anfällt, ließ sich auf diesem Weg viel Geld sparen. Künftig sollen jedoch die Finanzämter den normalen Geldbestand des Unternehmens in den vergangenen fünf Jahren feststellen. Beträge oberhalb dieser Marke, die der Firma kurzfristig zugeführt wurden, unterliegen der vollen Erbschaftsteuer.

dpa

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