Kerngeschäft läuft gut

Starker Kostenanstieg drückt Airbnb ins Minus

Die roten Zahlen kämen angesichts des für 2020 geplanten Börsengangs ungelegen, da sie den Aktienpreis drücken könnten. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa
+
Die roten Zahlen kämen angesichts des für 2020 geplanten Börsengangs ungelegen, da sie den Aktienpreis drücken könnten. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa

Airbnb gilt als einer der heißen Börsenkandidaten - doch im vergangenen Jahr wurde die Vermiet-Plattform von steigenden Kosten belastet.

New York (dpa) - Der Wohnraum-Vermittler Airbnb ist in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres laut einem Zeitungsbericht in die roten Zahlen geraten.

Das Unternehmen aus San Francisco habe in diesem Zeitraum einen Verlust von 322 Millionen Dollar (295 Mio Euro) gemacht, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Im entsprechenden Vorjahreszeitraum habe es noch einen Gewinn von 200 Millionen Dollar gegeben. Ein starker Kostenanstieg habe die Bilanz erheblich belastet, heißt es in dem Bericht.

So gebe Airbnb etwa viel Geld aus, um Sicherheitslücken seiner Plattform zu schließen. Die roten Zahlen kämen angesichts des für 2020 geplanten Börsengangs ungelegen, da sie den Aktienpreis drücken könnten. Zuletzt war Airbnb mit 31 Milliarden Dollar bewertet worden.

Ohnehin sei mit dem Börsendebüt wohl nicht vor dem dritten Quartal zu rechnen, zitierte die Zeitung Quellen aus dem nahen Umfeld des Unternehmens. Das Timing hänge auch von den Folgen des Coronavirus ab, der Airbnb im wichtigen Wachstumsmarkt China massiv belaste.

Es ist zwar nicht ungewöhnlich, dass Tech-Unternehmen mit roten Zahlen an die Börse gehen. Doch die Anleger sind skeptischer geworden, unter anderem nachdem die Aktienplatzierungen der Fahrdienst-Vermittler Uber und Lyft enttäuschend verliefen.

Im dritten Quartal vergangenen Jahres habe Airbnb zwar den Umsatz auf 1,65 Milliarden Dollar gesteigert, schrieb die Zeitung weiter. Das seien 400 Millionen Dollar mehr als im Vorjahreszeitraum. Doch zugleich hätten die steigenden Kosten den Quartalsgewinn von 337 auf 266 Millionen Dollar gedrückt.

Diese schwarzen Zahlen hätten bei weitem nicht ausgereicht, um die Verluste aus dem ersten Halbjahr wieder wettzumachen. Airbnb gebe unter anderem viel Geld für die Technik seiner Plattform sowie für Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit der Nutzer aus.

Zugleich hat Airbnb ein gut laufendendes Kerngeschäft, wie aus dem Bericht hervorgeht: Im Schnitt hätten täglich zwei Millionen Nutzer eine Ferienwohnung oder ein Haus über die Plattform gebucht.

WSJ-Bericht (Paywall)

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Der Blauregen hat viel Kraft

Der Blauregen hat viel Kraft

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Barock und Bio im Bliesgau

Barock und Bio im Bliesgau

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Meistgelesene Artikel

Wirtschaft in Corona-Krise: Keine Normalität - Lufthansa verlängert Krisenmodus

Wirtschaft in Corona-Krise: Keine Normalität - Lufthansa verlängert Krisenmodus

Corona-Krise: Neue Hilfe für Angestellte und Selbstständige - EU vergibt 100 Milliarden Euro

Corona-Krise: Neue Hilfe für Angestellte und Selbstständige - EU vergibt 100 Milliarden Euro

Corona-Talk bei Maischberger - Wirtschafts-Experte schlägt Alarm: „Da helfen auch die Schutzschilde nichts“

Corona-Talk bei Maischberger - Wirtschafts-Experte schlägt Alarm: „Da helfen auch die Schutzschilde nichts“

Corona-Krise: Bauern rufen um Hilfe - kommen nun doch Saisonarbeiter?

Corona-Krise: Bauern rufen um Hilfe - kommen nun doch Saisonarbeiter?

Kommentare