"Spiegel": Eon will AKW-Restlaufzeiten an RWE verkaufen

+
Aussenansicht des Reaktorgebäudes des Atomkraftwerkes Stade in Niedersachsen.

Hamburg - Die Stromkonzerne RWE und Eon stehen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vor einer Einigung beim Verkauf von Restlaufzeiten alter Atomkraftwerke.

In der vergangenen Woche habe Eon dem Essener Konkurrenten ein "letztes, nicht mehr verhandelbares Angebot" für die Übertragung von Laufzeiten seines 2003 vorzeitig stillgelegten Atomkraftwerks in Stade präsentiert. Die ungenutzten Rechte sollten dem von der Schließung bedrohten RWE-Meiler in Biblis A den Weiterbetrieb sichern.

Ohne die Übertragung dieser "Fremdlaufzeiten" müsste der RWE-Meiler möglicherweise in den nächsten Monaten vom Netz gehen, hieß es. Ein genereller Beschluss der Bundesregierung über die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke werde erst für Herbst erwartet ­ und könnte für Biblis zu spät kommen. Mit dem ungewöhnlichen Deal wollten die Strommanager ein vorzeitiges Aus des Reaktors verhindern. Allerdings hätten die Preisvorstellungen von Eon und RWE in den vergangenen Monaten weit auseinandergelegen, schreibt das Magazin. Jetzt sei ein Abschluss innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen durchaus möglich, heißt es laut "Spiegel" in beiden Unternehmen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Intensives Training am Donnerstag

Intensives Training am Donnerstag

„Tag der Menschen mit Behinderungen“ auf dem Freimarkt

„Tag der Menschen mit Behinderungen“ auf dem Freimarkt

Nachgefragt: Das sind die beliebtesten Gewinne auf dem Freimarkt 

Nachgefragt: Das sind die beliebtesten Gewinne auf dem Freimarkt 

Diese Gewinne liegen beim Freimarkt voll im Trend

Diese Gewinne liegen beim Freimarkt voll im Trend

Meistgelesene Artikel

"Arm trotz Arbeit": Mehr als drei Millionen Deutsche haben mehrere Jobs

"Arm trotz Arbeit": Mehr als drei Millionen Deutsche haben mehrere Jobs

Uber wehrt sich vor Gericht gegen Lizenzentzug in London

Uber wehrt sich vor Gericht gegen Lizenzentzug in London

Von München nach Berlin: letzter Air-Berlin-Flug ausgebucht

Von München nach Berlin: letzter Air-Berlin-Flug ausgebucht

Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends

Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends

Kommentare