Sparkassen prüfen Geldaufbewahrung im Tresor statt bei EZB

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Einige Sparkassen denken derzeit über eine Aufbewahrung höherer Summen im eigenen Tresor nach - als Reaktion auf die Strafzinsen für Geldeinlagen bei der EZB. Foto: Julian Stratenschulte

München/Berlin (dpa) - Als Reaktion auf die Strafzinsen für Geldeinlagen bei der Europäischen Zentralbank denken einige Sparkassen über eine Aufbewahrung höherer Summen im eigenen Tresor nach.

Einige bayerische Institute hätten sich bereits erkundigt, wie der Versicherungsschutz in diesem Fall erhöht werden müsste, sagte eine Sprecherin des bayerischen Sparkassenverbandes in München und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung."

Die Zeitung zitierte aus einem internen Rundschreiben des Verbandes, in dem die Frage mit Beispielrechnungen erörtert worden sei. "Die Sparkassen stellen sich deshalb die Frage, ob es für sie wirtschaftlicher sein könnte, hohe Bargeldwerte nicht, wie bisher, bei der EZB einzulagern, sondern stattdessen selbst zu verwahren." Die Sprecherin des Sparkassenverbandes betonte allerdings, dass es sich nur um ein theoretisches Szenario handele. "Die Sparkassen prüfen alle möglichen Optionen."

Ein Sprecher des Sparkassen- und Giroverbandes in Berlin betonte, dass es sich bei der aktuellen EZB-Gebühr nicht lohne, das Geld selbst aufzubewahren. Derzeit müssen Banken 0,3 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken.

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