Sparkassen-Chef: Weg für Fahrenschon frei

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Georg Fahrenschon war bis zuletzt Finanzminister in Bayern.

Münster/Berlin - Das Rennen um den Spitzenposten der deutschen Sparkassen ist zugunsten des CSU-Politikers Georg Fahrenschon entschieden. Sein einziger Konkurrent hat seine Bewerbung zurückgezogen.

Sein einziger Konkurrent, der Chef des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe, Rolf Gerlach, zog seine Bewerbung für das Präsidenten-Amt beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Montag zurück. Damit ist der Weg für den ehemaligen bayerischen Finanzminister Fahrenschon frei. Am 30. November wählt eine Mitgliederversammlung der Sparkassen in Berlin den Nachfolger des DSGV-Präsidenten Heinrich Haasis für eine sechsjährige Amtszeit.

Gerlach (58) sah offenkundig keine Chance mehr, sich in der Abstimmung gegen den 43 Jahre alten Fahrenschon durchzusetzen. Anders als vom DSGV-Vorstand beschlossen, habe “eine Gruppe von Regionalverbandspräsidenten“ bereits eine Vorfestlegung getroffen, hieß es in der Mitteilung des Verbandes Westfalen-Lippe. Eine sinnvolle Erörterung über Inhalte sei damit nicht mehr möglich.

Geschlossenheit als wichtiges Kriterium

In den vergangenen Tagen war die Unterstützung Fahrenschons durch die süddeutschen Verbände deutlich geworden. Aber auch DSGV-Vize Gerlach hatte eine Reihe von Fürsprechern in der Sparkassenorganisation. In der Wahlversammlung gibt es 24 Stimmberechtigte - die elf regionalen Sparkassenverbände, die zehn Landesbanken und Girozentralen sowie die drei kommunalen Spitzenverbände.

Gerlach ließ mitteilen, es sei ihm das wichtigste Anliegen, dass die Sparkassen als starke Einheit wahrgenommen würden. Haasis bezeichnete den Rückzieher Gerlachs als “honorig“. Er habe damit ein Signal zur Geschlossenheit gegeben. Fahrenschon hatte sein Ministeramt bereits am Donnerstag voriger Woche aufgegeben.

Der DSGV-Präsident gehört zu den einflussreichsten Posten der Kreditwirtschaft. Die DSGV-Gruppe umfasst rund 600 Institute, 429 davon sind Sparkassen. Hinzu kommen die Landesbanken, Landesbausparkassen, die Deka-Bank sowie Versicherer und Leasinggesellschaften. In den Sparkassen sind nach Verbandsangaben rund 250 000 Mitarbeiter tätig.

dapd

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