Sonderermittler soll IKB-Vorstand überprüfen

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Der Sonderprüfer soll klären, ob Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates ihre Pflichten im Zusammenhang mit der IKB-Krise verletzt haben.

Düsseldorf - Ein Sonderprüfer soll bei der Mittelstandsbank IKB klären, ob Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sich im Zuge der Bankenkrise etwas zu Schulden haben kommen lassen.

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Bei der Mittelstandsbank IKB soll ein Sonderprüfer auf Drängen von Kleinanlegern Licht in das Dunkel der Beinahe-Pleite des Instituts bringen. Das beschloss das Amtsgericht Düsseldorf am Mittwoch. Der Sonderprüfer soll klären, ob Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates ihre Pflichten im Zusammenhang mit der IKB-Krise verletzt haben, teilte die IKB in einer Pflichtmitteilung an die Börse mit. Die Bank prüft, Rechtsmittel gegen den Gerichtsbeschluss einzulegen.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz ( DSW ) in Düsseldorf hatte am Dienstag angekündigt, auf gerichtlichem Wege die Wiedereinsetzung eines Sonderprüfers durchzusetzen. Wie von den Aktionärsvertretern gefordert, wurde Harald Ring zum Sonderprüfer bestellt. Er war im März 2009 bei einer außerordentlichen Hauptversammlung mit den Stimmen des neuen IKB-Großaktionärs Lone Star abberufen worden.

Der US-Finanzinvestor hatte zuvor von der staatseigenen KfW Bankengruppe ein Aktienpaket von 90 Prozent erworben und das Ruder bei der krisengeschüttelten Bank übernommen. Die IKB war als erste deutsche Bank durch ihre Engagements auf dem US-Hypothekenmarkt in schwere Turbulenzen und den Strudel der internationalen Finanzmarktkrise geraten. Die Bank konnte nur durch milliardenschwere Stützungsmaßnahmen vor dem Zusammenbruch gerettet werden.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung legt der Vorstand an diesem Donnerstag die Bilanz für das Geschäftsjahr 2008/2009 (31. März) vor. Das Management muss sich nach den Ereignissen der vergangenen Monate auf heftige Kritik von Kleinaktionären einstellen. Ungemacht droht dem Institut zudem aus einer Schadensersatzklage. Die französische Investmentbank fordert mehr als 1,6 Milliarden US- Dollar.

Allerdings geht die Bank von keinen wesentlichen Auswirkungen auf ihre Bilanz aus, sollten sich Risiken aus der neuen Klage vor einem Londoner Gericht ergeben. Im ersten Quartal 2009 hatte die IKB mit 20 Millionen Euro unter dem Strich wieder einen Gewinn eingefahren. Die Finanzlage bleibt aber nach wie vor angespannt.

dpa

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