Zwei Konzerne überbieten sich gegenseitig

So will Amazon Aldi Konkurrenz machen

Amazon will Aldi mit Milchprodukten, Brot, Fleisch, Gemüse und Getränken den Rang ablaufen. Die frischen Lebensmittel will das Online-Unternehmen künftig auch in Filialen anbieten. Aldi hat aber bereits zum Gegenangriff ausgeholt.

Amazon macht im Online-Geschäft so schnell keiner etwas vor. Da gibt es nichts, was es nicht gibt, künftig sogar frische Lebensmittel in München und Berlin. Die gibt es in den USA schon längst. Butter, Milch und Fleisch mit ein paar Mausklicks: In wenigen Stunden ist alles im heimischen Kühlschrank. 

Nun will Amazon aber auch ins Offline-Geschäft einsteigen. Der Internethändler aus Seattle plant, Filialen zu eröffnen, in denen frische Lebensmittel direkt eingepackt werden können oder zur späteren Abholung bestellt werden können. Einkaufen darf aber nur, wer als AmazonFresh-Abonnent 14,99 pro Monat bezahlt.

Aldi will zurückschlagen - mit E-Books zu Dumpingpreisen

Damit macht Amazon etablierten Supermärkten in den USA Konkurrenz - aber auch dem deutschen Discounter Aldi, wie die Bild berichtet. Die Supermärkte von Aldi sind beliebt bei Amerikanern. Der Zustellungsdienst in den USA befindet sich allerdings noch in der Startphase. Geplant war zuletzt, eine begrenzte Produktpalette anzubieten. So gibt es das bereits in Großbritannien.

Nach dem US-Start mit AmazonFresh will das Unternehmen schnell nach Großbritannien expandieren; ein Eroberungsfeldzug, der dem US-Magazin Forbes zufolge auch Deutschland erreichen wird.

Für Aldi ist das Vorhaben Amazons keine gute Nachricht. Die Discount-Kette plant viele Neueröffnungen in den USA und Großbritannien. Doch Aldi arbeitet bereits daran, in ein Kerngeschäft von Amazon einzusteigen: E-Books. Die möchte der Discounter künftig in seinen Geschäften verkaufen. In Deutschland unterliegen sie zwar der Buchpreisbindung, in den USA könnte Aldi Amazon aber mit Dumping-Preisen angreifen.

Rubriklistenbild: © AFP

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