Gesetzgeber zu zurückhaltend?

Sixt: Hindernisse bei Ausbau von Carsharing

München - Der deutsche Autovermieter Sixt beklagt gesetzliche Hindernisse für den Ausbau seiner Carsharing-Angebote in Deutschland.

"Der deutsche Gesetzgeber ist leider sehr zurückhaltend. Wir würden gerne mehr Drive-Now-Angebote machen, mehr Autos in die Städte stellen", sagte der Vorstand Alexander Sixt der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). "Drive-Now ist die Lösung für viele Verkehrsprobleme in der Stadt." Trotzdem gebe es nicht ausreichend viele Parkplätze, sagte der Sohn des Konzernchefs Erich Sixt.

In anderen europäischen Großstädten sehe dies anders aus. "Wir sprechen auch mit Kommunen, die eigene, drastische Wege gehen und zum Beispiel ganze Innenstadtbereiche sperren und nur noch Carsharing-Konzepte erlauben wollen. Die sind leider nicht in Deutschland", sagte Sixt. Im Ausland werde Drive-Now weiter expandieren, derzeit liefen dazu Gespräche mit BMW.

Sixt betreibt Drive-Now gemeinsam mit BMW. Mit rund 500.000 Kunden und 3000 Fahrzeugen ist Drive-Now nach eigenen Angaben derzeit Marktführer beim Carsharing in Deutschland. Einer Umfrage zufolge haben mehr als die Hälfte der Drive-Now-Nutzer kein eigenes Auto, jeder dritte Nutzer hat demnach sein eigenes Auto abgeschafft.

AFP

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