Siemens: Zugeständnis bei Schadenersatz-Poker

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Ex-Zentralvorstand Thomas Ganswindt soll vier Millionen Euro Schadenersatz an Siemens zahlen.

München - Im Poker um Schadenersatz von früheren Managern für den Schmiergeldskandal ist der Siemens-Konzern einem Medienbericht zufolge im Einzelfall zu Zugeständnissen bereit.

Das gelte zumindest für den ehemals für die Kommunikationssparte zuständigen Ex-Zentralvorstand Thomas Ganswindt, berichtete das Magazin Der Spiegel. Ganswindt war erst Ende 2004 in den Zentralvorstand aufgerückt und hatte dort zuletzt 2,4 Millionen Euro pro Jahr verdient, solle aber nun allein an Siemens vier Millionen Euro erstatten. Die geforderte Summe dürfe bei ihm kaum einzutreiben oder allenfalls durch eine massive Kürzung der Betriebsrente aufzubringen sein, hieß es in dem Bericht.

Ein Siemens-Sprecher wollte sich am Samstag nicht dazu äußern. In der Vergangenheit hatte Siemens allerdings erkennen lassen, dass es bei der Höhe des Schadenersatzes keinen Ermessensspielraum gebe. Einen “Discount“ für Manager werde es nicht geben.

Siemens fordert Schadenersatz in Millionenhöhe von dem früheren Konzern- und Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer sowie weiteren ehemaligen Top-Managern und hatte ihnen im September ein Ultimatum dafür gestellt: Bis Mitte November sollen sich die Ex-Vorstände zum Vergleich bereiterklären, andernfalls drohen ihnen Schadenersatzklagen.

dpa

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